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19.11.2005

Politikerin - ganz oben wird es eng

In wenigen Tagen wird in Deutschland mit Angela Merkel die erste Bundeskanzlerin gekürt, eine Bundespräsidentin gab es bisher noch nicht.

Frau Ministerin ist inzwischen aber eine vertraute Anrede. Frauen in RegierungsämternBereits kurz nach Kriegsende übernahmen in den späteren Bundesländern Berlin, Hamburg und Bremen Frauen auf Ministerebene Verantwortung. Louise Schroeder (SPD) amtierte in Berlin von 1946 bis 1947 sogar als Oberbürgermeisterin. Hamburg und Berlin zählen seitdem die meisten Ministerinnen. Auch aktuell ist die weibliche Mitsprache in den beiden Stadtstaaten sowie in Brandenburg und Rheinland-Pfalz am stärksten: Mit einem Frauenanteil von rund einem Drittel in den Landesregierungen liegen sie weit vor den anderen Bundesländern. Am aktivsten in Sachen Gleichstellung ist der Bund (Grafik):

In der zweiten rot-grünen Bundesregierung waren sechs Mitglieder des 14-köpfigen Kabinetts weiblich – ein Anteil von knapp 43 Prozent.
Als erste Frau im Rang einer Bundesministerin betrat Elisabeth Schwarzhaupt (CDU) Neuland. Sie war in den Jahren 1961 bis 1965 für das Gesundheitswesen verantwortlich. Auch danach leiteten Frauen vor allem so genannte weiche Ressorts wie Familie, Frauen und Gesundheit. Doch die Damen können auch anders:
Immerhin 25 Prozent der aktuell von Frauen besetzten Landesministerien gelten als harte Ressorts – wie Justiz, Finanzen und Wirtschaft.

Allein fünf der 32 Ressortchefinnen auf Länderebene zeichnen derzeit als Justizministerin verantwortlich. In vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung war Heide Simonis (SPD): Sie amtierte in Schleswig-Holstein nicht nur von 1988 bis 1993 als Finanzministerin, sondern von 1993 bis 2005 sogar als die bisher einzige deutsche Ministerpräsidentin. Hätte sie im April nicht aus dem Amt scheiden müssen, wäre sie zurzeit auch Präsidentin des Deutschen Bundesrates und damit zugleich Stellvertreterin des Bundespräsidenten.

Die Wahl für das höchste Amt im Staat konnte trotz einiger Bewerbungen bisher noch keine Frau für sich entscheiden. Immerhin haben in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bereits zwei Politikerinnen das protokollarisch zweithöchste Amt im Staat innegehabt. Von 1974 bis 1976 waren Annemarie Renger (SPD) und von 1988 bis 1998 Rita Süssmuth (CDU) Präsidentin des Deutschen Bundestages.

Quelle: IDW

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