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05.10.2005

Fordern ohne zu Fördern

Streichliste der Bundesagentur für Arbeit - Kriterien sind unklar

Wer sieht schon durch in dem Paragrafengewirr und den Möglichkeiten der Förderinstrumente, die die Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Verfügung stellt? Sogar die Mitarbeiter der Agenturen selbst sind durch dazugehörige Durchführungsanweisungen und zusätzliche interne ermessenslenkende Weisungen dann etwas überfordert.
Eine Vereinfachung ist daher durchaus überlegenswert und wird unter vielen Umständen auch durch den Bundesverband JobRotation unterstützt.

Doch nach welchen Kriterien wird hier sortiert?

Wenn bestimmte Möglichkeiten nicht so oft in Anspruch genommen werden wie z.B. die Eingliederungszuschüsse bei Vertretung (JobRotation), werden sie angeblich nicht gebraucht – werden sie oft beantragt, so wirft man diesen Mitnahmeeffekte vor. Ausschließen kann man, zumindest letzteres, nicht. Doch was bringt eine Streichung aufgrund solcher Kriterien?

Deutschland ist sich seines demografischen Problems bewusst, unterstützt zahlreiche Initiativen zur Förderung älterer Arbeitnehmer, um diese längerfristig in Arbeit zu halten. Dazu gehört auch die Weiterbildung dieser. Komisch nur, dass gerade hier jetzt die BA streichen will!

Ebenso verhält es sich bei anderen Instrumenten.
Der Anteil An- und Ungelernter in den Unternehmen ist gerade unter Jugendlichen relativ hoch für ein Land wie Deutschland. Der Arbeitsentgeltzuschuss hat einige Unternehmer dazu gebracht, nicht nach dem Prinzip „hire and fire“ das Personalkarussell zu drehen, sondern den Mitarbeitern die Chance der abschlussbezogenen Ausbildung aus einem Unternehmen heraus zu bieten. Was hier an Geld gestrichen werden soll, muss bei der Ausbildung in überbetrieblichen Einrichtungen – also außerhalb des ersten Arbeitsmarktes - wieder ausgegeben werden. Wo ist da die Logik?

Lebenslanges Lernen ist in aller Munde – ist für den Standort Deutschland von grundlegender Bedeutung. Die JobRotation bietet nicht nur Arbeitssuchenden die Chance, sich wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt zu beweisen und das bei einer Verbleibsquote von durchschnittlich 70%, sondern fördert auch die ständige Weiterbildung von Mitarbeitern und somit auch, die so oft geforderten, Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen. Diese Instrument wegen angeblich zu hohen Verwaltungsaufwandes und zu geringer Fallzahlen abzuschaffen, heißt auch hier gegen den gesunden Menschenverstand zu arbeiten.
Die Kritikpunkte an diesem Instrument wurden und werden immer noch bei entsprechend kompetenten Umsetzern erfolgreich widerlegt.

Es kommt auf die Qualität an, ob ein Instrument funktioniert. Die gilt es zu erreichen und nicht einfach nur zu streichen.

Anke GatzkeQuelle: Bundesverband JobRotation


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