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30.09.2005

Wir brauchen ein neues Bild vom Alter

Ältere Menschen und ihre Fähigkeiten werden gebraucht, auch weil sich die Altersstruktur unserer Gesellschaft ändert. Deshalb hat die Bundesregierung die Initiative "Erfahrung ist Zukunft" als Plattform der öffentlichen Debatte gestartet.

Im Jahr 2050 wird jeder dritte Deutsche über 60 Jahre alt und nur jeder Sechste jünger als 20 Jahre sein.

1990 hat die Uno-Generalversammlung den 1. Oktober zum internationalen Tag der älteren Menschen ausgerufen. Heute, 15 Jahre später, gibt es eine breite Diskussion darüber, ob und wenn ja, wie es gelingen kann, in einer alternden Gesellschaft Wohlstand und Wirtschaftswachstum zu sichern.

Bundesseniorenministerin Renate Schmidt sagte deshalb: "Wir brauchen ein neues Bild vom Alter. Die Menschen in Deutschland haben heute eine über 30 Jahre längere Lebenszeit als noch vor 100 Jahren und sie sind meist geistig und körperlich fit. Das ist ein Gewinn für den einzelnen Menschen wie für die Gesellschaft, denn ältere Menschen wollen diese gewonnenen Jahre für sich wie für die Allgemeinheit nutzen."

Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt forderte am 30. September bei der Vorstellung der Broschüre "Gewonnene Jahre" aus der Reihe Denk-Anstöße die Chancen eines längeren Lebens zu nutzen.

Kompetenz nicht verschwenden

41 Prozent aller Betriebe in Deutschland beschäftigen heute niemanden über 50 Jahre. Das ist nach Auffassung von Renate Schmidt "eine Verschwendung von Kompetenz und Erfahrung, die wir uns nicht leisten können". Es sei längst erwiesen, dass altersgemischte Teams die besten Arbeitsergebnisse hervorbringen und auch der notwendige Wissenstransfer sichergestellt wird.

Der Unternehmer Otmar Fahrion bestätigt dies: Sein Betrieb mache ausgezeichnete Erfahrungen, denn ältere Ingenieure bringen unbezahlbare Qualitäten aus ihrem langen Berufsleben mit ein, von denen die jüngeren Kollegen profitieren. Die Kornwestheimer Firma Fahrion Engineering plant und realisiert mit rund 100 Mitarbeitern Fabriken und Produktionsanlagen, beispielsweise im Fahrzeuge-, Maschinen-, Schiffs- oder Flugzeugbau. Aus diesen guten Erfahrungen heraus mit altersgemischten Beschäftigungsgruppen unterstützt das Unternehmen Fahrion als Partner die Initiative "Erfahrung ist Zukunft", mit der sich die Bundesregierung der Herausforderung des demografischen Wandels stellt.

Zentrale Handlungsfelder

Lebenslanges Lernen: Heute kann sich niemand darauf verlassen, mit dem in der Jugend erworbenen Wissen dauerhaft in seinem Beruf arbeiten zu können. Nur stetes Lernen ermöglicht Erwerbstätigen, mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten auf der Höhe der Zeit zu bleiben und Veränderungsprozesse aktiv mitzugestalten.

Förderung der Gesundheit: Die nachhaltige Gesundheitspolitik der Bundesregierung hat zum Ziel, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesund und leistungsfähig zu halten. Dadurch wird die Beschäftigungsfähigkeit über die Generationen hinweg bis ins Alter gesichert.

Erwerbstätigkeit: Die Bundesregierung hat Fehlanreize für ein frühes Ausscheiden älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Arbeitsleben abgebaut und gesetzliche Anreize für Arbeitgeber geschaffen, die ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen möchten.

Freiwilliges Engagement: Die Bundesregierung fördert die Möglichkeiten eines freiwilligen Engagements älterer Menschen, zum Beispiel durch die Einrichtung generationenübergreifender Freiwilligendienste für alle Altersgruppen.

Kontext : www.erfahrung-ist-zukunft.de

Quelle: Bundesregierung

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