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14.04.2005

Rückgang beruflicher Weiterbildung

Sibyll Klotz, Fraktionsvorsitzende, erklärt:

Bildungsstand und Arbeitslosigkeit sind eng miteinander verknüpft: Je höher der Bildungsabschluss, je passgenauer die Qualifizierung, um so höher die Chancen auf Arbeit! Deswegen muss gerade in Berlin bei der Bildung mehr unternommen werden: In den Schulen, in den Betrieben, aber auch für die Arbeitslosen in den Agenturen und Jobcentern.

Und genau da sieht es derzeit dramatisch aus: Die berufliche Weiterbildung ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 74 Prozent zurückgegangen! Selbst Weiterbildungen, die in der Vergangenheit zur erfolgreichen Arbeitsvermittlung geführt haben (z.B. zum Energieberater, zur Energieberaterin oder im Bereich der Pflege) werden verweigert - mit Verweis auf die Berliner Bildungsziele oder fehlendes Geld.

Beide Argumente wurden von Seiten der Regionaldirektion im Arbeitsausschuss des Abgeordnetenhauses heute für unzutreffend erklärt: Geld sei vorhanden und auch die Bildungsziele verhinderten nicht, dass Bildungsgutscheine außerhalb dieser Ziele erteilt werden. Gleiches gelte für die sogenannte Aussteuerungsquote, auch die würde die Förderung der beruflichen Weiterbildung nicht behindern.

Deshalb fordern wir die zuständige Regionaldirektion auf, bei der Erteilung von Bildungsgutscheinen weniger restriktiv zu verfahren. Es darf nicht von der Durchsetzungsfähigkeit eines Arbeitslosen abhängen (so wurde das heute geschildert), ob ein Bildungsgutschein erteilt wird oder nicht!

Aber auch für die ALG II-BezieherInnen muss es noch etwas anderes als die sogenannten Ein-Euro-Jobs geben. Im März waren 387 ALG II-BezieherInnen und 7.300 ALG I-BezieherInnen in einer beruflichen Weiterbildung. Das ist deutlich zu wenig. Vor allem angesichts der Tatsache, dass von Seiten des Bundesministeriums eingeschätzt wird, dass seine Eingliederungsmittel nicht ausgeschöpft werden und es deshalb erwägt, sie von 640 Millionen Euro auf 506 Millionen Euro zu reduzieren!

Quelle: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Abgeordne

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