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12.04.2005

Aktionsprogramm Gesundheitswirtschaft in Arbeit

Auf der Konferenz "Zukunftssicherung in der Gesundheitswirtschaft durch Personalentwicklung" im Aus- und Fortbildungszentrum Schifffahrt und Hafen der Hansestadt spricht Helmut Holter, Minister für Arbeit, Bau und Landesentwicklung, heute ein Grußwort.

Auszüge aus dem Manuskript der Rede des Ministers für Arbeit, Bau und Landesentwicklung Helmut Holter:

Am Beginn dieses Jahrtausends haben Politiker oft von der weißen Revolution als Lokomotive des 21. Jahrhunderts gesprochen. Mit etwas pompösen Worten haben sie ausdrücken wollen, dass die Gesundheitswirtschaft eine der Wachstumsbranchen sein wird. Die Lokomotive nimmt auch in Mecklenburg-Vorpommern Fahrt auf. Ich freue mich darüber.

Der Nordosten der Bundesrepublik eignet sich wie kaum eine andere Region in Deutschland dazu, zu einem führenden Gesundheitsland zu werden. Nordsee war gestern, heute ist Ostsee in. Das Land verfügt über eine intakte Natur und hat ein ganz spezifisches Reizklima an der See. Zudem ist die Luft sauerstoffreich, erneuert durch den ständigen Wind. Hier finden sich besondere Heilmittel wie Kreide, Meerwasser und Moor. Das Land hat 54 staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte, 60 Klinikneubauten und 255 Sterne-Hotels.

Nicht gering zu schätzen - das Land verfügt über eine lange Kurtradition. Heiligendamm war 1793 das erste deutsche Seebad. Die Mecklenburger sind nicht nur die Erfinder des Strandkorbs, sondern auch einer speziellen Meerwassertherapie in Deutschland. Das Neptun-Hotel Warnemünde, ist ein Thalasso-Mekka, hier entstand die erste wissenschaftliche Therapie dazu, hier fand der erste europäische Thalasso-Kongress statt.

Stichwort Senioren. Die Lebenserwartung der Menschen hat sich weltweit in nur einem Jahrhundert fast verdoppelt. Im Römischen Reich betrug sie 30 Jahre, um 1900 waren es 46 Jahre und im Jahre 2010 werden es über 80 Jahre sein. Für Senioren ist Gesundheit immer wichtiger geworden. Bei ihnen sitzt womöglich das Geld nicht locker, aber es ist da - das Geldvermögen der Senioren wird in Deutschland auf 1.500 Milliarden Euro geschätzt. Deren Kaufkraft ist dreimal höher als die der 20-Jährigen, der bevorzugten Adressaten der Werbebotschaften. 2050 ist jeder dritte Deutsche über 60 Jahre. Die demographische Entwicklung liefert also stichhaltige Argumente, um auf den Trend Gesundheitswirtschaft zu setzen. Der Bitte von Professor Horst Klinkmann, die Schirmherrschaft für diese Konferenz zu übernehmen, habe ich gern entsprochen. Denn als Arbeitsminister ist es mein besonderes Anliegen, mit Mitteln der Arbeitsmarktpolitik zukunftsträchtige Wirtschaftsbranchen zu unterstützen und so die Weichen für die Verbreiterung der wirtschaftlichen Basis zu stellen. Es geht um entscheidende Investitionen. Um Investitionen in Köpfe!

Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklungspolitik sind eng miteinander verknüpft. Die Mittel dafür stellt zu einem großen Teil der Europäische Sozialfonds (ESF) bereit. Er zielt auf die Entwicklung der Humanressourcen in den Ländern. Dabei spielt die berufliche Weiterbildung der Beschäftigten sowie die Förderung der Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen eine wichtige Rolle.

Nun planen wir im Ministerium, ein Aktionsprogramm \"Qualifizierung und Kompetenzentwicklung in der Gesundheitswirtschaft\" aufzulegen. Im Mittelpunkt des Programms muss die Qualifizierung und Kompetenzentwicklung von Beschäftigten in Unternehmen der Gesundheitswirtschaft stehen. Maßstab für die Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs sind die Anforderungen und strategischen Ziele der Unternehmen. Auf dieser Grundlage können dann Bildungsdienstleister zielgenaue Qualifizierungsmodule entwickeln und umsetzen. Die Qualifizierung muss sich an zertifizierten Qualitätsstandards orientieren und dazu beitragen, dass diese Standards von den Unternehmen erreicht und gehalten werden können.

Über die konkrete Ausgestaltung wird zurzeit mit den Partnern im Bereich der Gesundheitswirtschaft gesprochen. Mein Interesse ist es, ein möglichst zielgenaues und bedarfsgerechtes Aktionsprogramm auf den Weg zu bringen. Wesentlich dabei ist, die Bereiche der Kompetenzentwicklung und Qualifizierung in die Gesamtstrategie für die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern einzufügen.

Genau damit werden Sie sich auf Ihrer heutigen Konferenz beschäftigen. Dabei wünsche ich Ihnen einen fruchtbaren Gedankenaustausch und neue Ideen. Ich erwarte Anregungen und Impulse für die Ausgestaltung des Aktionsprogramms und darüber hinaus für die nächsten strategischen Ziele mit Kurs auf die Profilierung Mecklenburg-Vorpommerns als Gesundheitsland.

Quelle: MV Regierung

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