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06.04.2005

Berufsbildungsbericht 2005 vorgelegt

Bulmahn: "Herausforderung für genügend Ausbildungsplätze wächst"

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat an die Unternehmen appelliert, ihre Anstrengungen für die berufliche Ausbildung fortzusetzen. "Die Wirtschaft muss die Ausbildung ernst nehmen", sagte die Ministerin anlässlich der Vorstellung des Berufsbildungsberichts 2005 am Mittwoch im Kabinett in Berlin. "Die Sicherung eines ausreichenden Fachkräftenachwuchses für die Zukunft ist von wachsender Bedeutung für jedes Unternehmen."

Nach den Daten des Berichts haben die Betriebe im vergangenen Jahr - erstmals seit dem Jahr 2000 - wieder mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen. Ihre Zahl stieg bis zum 30. September 2004 um rund 15.400 Verträge oder 2,8 Prozent auf bundesweit fast 573.000. Aktuell zählt die Bundesagentur aber wieder rückläufige Ausbildungsangebote trotz einer erwarteten Steigerung bei der Nachfrage um bis zu 8.000 auf 626.000.

Bulmahn bezeichnete die Lage als ernst. "Der mit der Wirtschaft geschlossene Ausbildungspakt steht in diesem Jahr vor seiner entscheidenden Bewährungsprobe." Die Betriebe müssten auch in diesem Jahr die jährlich zugesagten 30.000 neuen Ausbildungsplätze ebenso schaffen, wie die 25.000 Plätze für Einstiegsqualifizierungen. Die Politik werde auf die Einhaltung der gemachten Zusagen drängen.

Die Bundesregierung werde ihrerseits den Kurs der Modernisierung bei der beruflichen Ausbildung beibehalten. Dazu gehöre die Umsetzung der Reform des zum 1. April in Kraft getretenen Berufsbildungsgesetzes. Die Länder sollten die darin geschaffene Möglichkeit nutzen, ihre vollzeitschulischen Ausbildungsgänge so auszugestalten, dass ihre Absolventen zur Kammerprüfung zugelassen werden können. "Damit vermeiden wir zukünftig unnötige Warteschleifen und erhöhen die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Ausbildungsabschnitten", sagte Bulmahn.

Bis zum Herbst werde das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 19 Ausbildungsberufe modernisieren und fünf neue schaffen, darunter zwei zweijährige Berufe. Damit erhöhe sich die Zahl der Neuordnungsverfahren seit 1999 auf 160, darunter 35 neue. Darüber hinaus müssten Zukunftsbranchen noch an die duale Ausbildung herangeführt werden, wie innovative Technologien, die Bereiche Logistik, Tourismus, Luftfahrt, Nachrichtenübermittlung oder Unternehmensdienstleistungen. "Nur mit modernen Berufen werden wir auch neue Ausbildungskapazitäten erschließen können", sagte die Ministerin.

Gleichzeitig wird das BMBF seine erfolgreichen Programme für eine Verbesserung der Ausbildungsstrukturen zusammen führen und noch wirksamer machen. Abhängig vom regionalen Bedarf soll auch ein passendes Angebot für Betriebe und Unternehmen bereit stehen. Dazu gehört der Ausbau von Verbundausbildungen genauso, wie der Einsatz von Ausbildungsplatzentwicklern.

Die Bundesregierung flankiert die Anstrengungen für mehr Ausbildungsplätze mit dem Bund-Länder-Sofortprogramm in den neuen Ländern. Nachdem das BMBF 2004 für 14.000 zusätzliche Ausbildungsplätze rund 95 Millionen Euro bereitgestellt hat, wird es Gespräche über eine Fortsetzung des Programms geben. Daneben stellt die Bundesregierung für die Einstiegsqualifizierung in den nächsten drei Jahren rund 270 Millionen Euro bereit.

Quelle: BMBF

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