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01.04.2005

Trendwende auf dem Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenzahl ist im März leicht auf 5,17 Millionen gesunken. Bundeswirtschaftminister Wolfgang Clement geht davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen noch in diesem Frühling dauerhaft unter fünf Millionen fällt. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm zu. Diese Zahlen beweisen, die Arbeitsmarktreformen wirken.

Die Arbeitslosenzahl ist im März 2005 auf 5,176 Millionen Menschen gesunken. Das sind rund 41.000 weniger als im Februar. In den vergangenen Jahren lag der Rückgang im Monat März bei rund 100.000 Personen; der diesjährige Rückgang ist bisher also geringer als erwartet. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl um 92.000 Personen gestiegen, wofür der lange Winter, die konjunkturelle Lage und statistische Effekte der Arbeitsmarktreform Hartz IV verantwortlich sind.

Außerdem ist der monatliche Zähltag für die Arbeitslosenstatistik seit Januar 2005 eine Woche früher als in den Jahren zuvor. Zählschluss war am 17. März, also vor Beginn der Frühlingstemperaturen. "Damit dürfte der saisonale Rückgang um mindestens 50.000 Arbeitslose geringer ausgefallen sein", so Clement am 31. März in Berlin.

Die Arbeitslosenquote liegt im März bei 12,5 Prozent bundesweit. Im Februar lag sie bei 12,6 Prozent. In den westdeutschen Bundesländern ist die Arbeitslosenquote mit 10,3 Prozent genau halb so hoch wie in den ostdeutschen Bundesländern mit 20,6 Prozent.

Vermittlung hat Vorrang

Die neuen Jobcenter hatten ab Januar zunächst die Aufgaben, das Arbeitslosengeld II pünktlich auszuzahlen. Die Vermittlungsarbeit hat in den ersten drei Monaten noch nicht überall vollständig beginnen können. Jetzt, 90 Tage nach dem Start der Reform des SGB II (Hartz IV), sind die Aufbauarbeiten der Arbeitsgemeinschaften weitgehend abgeschlossen. "Jetzt heißt es Vorfahrt für Vermittlung", so Clement.

Höchste Priorität dem Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Die Zahl junger Menschen unter 25 Jahren ist durch die statistische Erfassung arbeitsloser Jugendlicher aus der Sozialhilfe im Januar und Februar kräftig angestiegen. Insgesamt sind seit Januar knapp 220.000 zusätzlich als Arbeitslose erfasst worden, davon im März 69.500. Trotzdem konnte in diesem Monat ein Rückgang von 15.400 (-2,3 Prozent) auf 664.500 erreicht werden.

Die Bundesregierung setzt sich bis zum Jahresende das Ziel, die Dauer der Jugendarbeitslosigkeit unter drei Monate zu bringen.

Ältere wieder in Arbeit bringen

Damit Arbeitssuchende, die über 50 Jahre alt sind, wieder einen Job bekommen plant die Bundesregierung drei Maßnahmen:

* Gespräche mit der Wirtschaft, um auszuloten, was speziell für Ältere getan werden kann.
* Pakt mit den Bundesländern mit dem Ziel, 50.000 über 58jährige Langzeitarbeitslose über ein Ehrenamt in Beschäftigung bringen.
* Ein Wettbewerb der Regionen: Die Bundesergierung wird die besten 50 Regionen mit wirkungsvollen Konzepten fördern.

Erwerbstätigenzahl weiter gestiegen

Nach vorläufigen Berechnungen lag die Erwerbstätigenzahl im Februar 2005 bei 38,54 Millionen Personen. Das waren 10.000 Personen mehr als im Vormonat und gut 200 000 mehr als im Vorjahresmonat. Die Erwerbstätigenquote, der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren, lag damit bei 67,6 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor.

Ursachen sind: Geringfügige Beschäftigung, Zusatzjobs und selbstständigen Tätigkeit wie Ich-AGs sind gestiegen. Parallel dazu verringerte sich allerdings die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, wenn auch weniger stark als zuvor.

"Damit zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, ist es unabdingbar notwendig, dass sich die Wachstumskräfte auch im Inland entfalten können und so die konjunkturelle Verunsicherung der jüngsten Zeit überwunden wird. Es ist deshalb von größter Bedeutung, dass die vom Bundeskanzler in seiner Regierungserklärung angekündigten Maßnahmen und die Verabredungen aus dem Job-Gipfel ohne Verzögerung umgesetzt werden", sagte Minister Clement dazu.

Erwerbslosenzahl nach internationaler Statistik geringer

Die Erwerbslosenzahl, die vom Statistischen Bundesamt nach dem international vergleichbarem Standard der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO oder englisch ILO) erhoben wird, weist für Februar 2005 4,47 Millionen Personen aus. Im Vergleich zum Januar stieg sie um 480 000 Personen an - vorrangig ein Effekt der Arbeitsmarktreform Hartz IV. Die Erwerbslosenquote lag damit für Februar bei 10,4 Prozent.

Bezeichnend ist dabei die in dem Monat unterschiedliche Entwicklung bei Frauen und Männern: Während die Erwerbslosenquote bei Männern von 9,6 auf 10,3 Prozent anstieg, entwickelte sich die Erwerbslosenquote der Frauen im gleichen Monat Februar von 9,1 auf 10,5 Prozent doppelt so stark.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge suchten verstärkt Frauen, die im Vormonat noch nicht auf dem Arbeitsmarkt waren, durch die veränderten Rahmenbedingungen nach einer Erwerbstätigkeit.

Quelle: BMWA

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