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30.03.2005

Steinige Wege zur Spitze

Mit Erfolg bei IHK-Aufstiegsfortbildung teilgenommen

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fordern lebenslanges Lernen, und das am besten auf dem zweiten Bildungsweg und nebenberuflich. Doch wer ist schon bereit, nach dem Feierabend noch die Schulbank zu drücken? Wer verbringt das sonnige Wochenende büffelnd am Schreibtisch?

Drei ambitionierte junge Leute haben das geschafft und ihrem Berufsleben damit einen Karrierekick verpasst: Sandra Schmitt, Antonio Ferreira und Sascha Müllenbeck haben an einer mehrjährigen IHK-Aufstiegsfortbildung teilgenommen und sind trotz aller Mühe und Plackerei froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Denn eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages belegt: Über 70 Prozent der Absolventen von IHK-Aufstiegsfortbildungen erzielen einen beruflichen Aufstieg. Die gelernte Hotelfachfrau und studierte Hotelbetriebswirtin (HMA) Sandra Schmitt absolvierte die dreijährige Ausbildung zur „Bilanzbuchhalterin“. „Es hat schon verdammt viel Disziplin erfordert, dabei zu bleiben.“ Das glaubt man der 29-Jährigen auf Anhieb, man muss nur einen Blick auf ihren damaligen Stundenplan werfen: montags und mittwochs Schule, die anderen Wochentage abends und samstags Lernen mit der Studienkollegin.

„Wir haben uns gegenseitig motiviert, alleine hätte ich das nicht geschafft.“ Doch gelohnt hat es sich für die engagierte Gladbacherin allemal, „ich bekomme das ein oder andere Jobangebote“. Treu geblieben ist sie ihrer Profession des ersten Bildungswegs: Nachdem sie bei der Dorint AG zunächst Sachbearbeiterin im Rechnungswesen war, zwischenzeitlich für die Buchhaltung einer Tochterfirma verantwortlich war, ist sie heute Betriebsbüroleiterin im Parkhotel Krefelder Hof. „Die IHK-Aufstiegsfortbildung hat auf jeden Fall meinen Job gesichert“, resümiert Schmitt, die noch lange nicht ausgelernt hat und derzeit IHK-Lehrgänge in Englisch und bald in der Ausbildereignungsprüfung belegt. Einen Sprung auf der Karriereleiter hat Antonio Ferreira durch die IHK-Weiterbildung zum „Industriemeister Metall“ gemacht. Bei der Heinsberger Firma Tenax-Fibers GmbH, einem Produzenten von Kohlenstofffasern, hat er zunächst seine Ausbildung zum Betriebsschlosser gemacht. Bis zu seiner IHK-Aufstiegsfortbildung arbeitete er dann als Line-Manager in der Betriebswerkstatt. Nach dem Abschluss als Industriemeister ist er auf einen Posten vorgerückt, der oft von Akademikern besetzt wird.

„Ich bin nun technische Fachkraft, arbeite am Schreibtisch und mache komplette Projektarbeit. Für den 42-jährigen gebürtigen Portugiesen heißt das Daten erfassen, Material bestellen, den Montageprozess ausarbeiten und Arbeits- und Sicherheitsvorschriften erstellen. Die Prüfung bei der IHK hat er als Jahrgangsbester abgeschlossen, auch war er Klassensprecher: „Die Aufstiegsfortbildung fand ich super. Überall habe ich ein offenes Ohr gefunden, bei Problemen war immer ein IHK-Mitarbeiter ansprechbar.“ Ferreiras Abschluss zum Industriemeister Metall hat auch Sascha Müllenbeck in seiner Vita, doch der 33-Jährige hat noch einen drauf gesetzt und den „Technischen Betriebswirt“ gemacht. Dieses Paradepferd der IHK-Aufstiegsfortbildung können nur diejenigen belegen, die schon einen Meister-, Techniker- oder Ingenieurtitel besitzen. Auch hier heißt es zwei Tage Schule „und mindestens zweimal die Woche und vor den Prüfungen jeden Tag lernen“, berichtet Müllenbeck. Fleiß scheint dem Schwalmtaler angeboren zu sein, legte er doch gleich zwei Ausbildungen zum Zerspanungsmechaniker und zum Fluggerätemechaniker ab.

Bei seinem Arbeitgeber, der Weseler Firma Putzmann, die auf dem Gelände der Bayer-Werke Dormagen, Uerdingen und Leverkusen tätig ist, bildete er sich dann zur Fachkraft für Arbeitssicherheit weiter. Beim Rohrleitungsbauer und Blechverarbeiter ist Müllenbeck mittlerweile stellvertretener Betriebsstättenleiter und Kalkulator und somit im Bereich der Geschäftsführung. „Das ist auf jeden Fall ein beruflicher Aufstieg“, resümiert er, „das wirtschaftliche und ganzheitliche Denken, das im IHK-Kurs vermittelt wurde, benötige ich täglich“. Gleichzeitig weiß der junge Mann aber seinen handwerklichen Background zu schätzen, kennt er doch so die praktischen Abläufe und „wie es in den Bereichen Fertigung und Produktion abläuft“. Dies sieht Müllenbeck als eindeutigen Vorteil vor Akademikern; wichtig sei nicht theoretisch und statisch, sondern praktisch und dynamisch zu denken, „um so die operativen und strategischen Ziele des Unternehmens

Quelle: ngz-online

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