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23.03.2005

DGB: Beschäftigungspakt für Ältere

Bundesregierung soll mehr Druck auf Arbeitgeber ausüben
Instrumentarium wird kaum genutzt

Osnabrück. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Bundesregierung aufgefordert, "mehr Druck auf die Arbeitgeber auszuüben", um ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitslose anzubieten. Dies solle in einem "Beschäftigungspakt für Ältere" verbindlich zugesagt werden, forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Anderenfalls könnten die von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) angekündigten und mit 250 Millionen Euro finanzierten 50 regionalen Beschäftigungsinitiativen für ältere Arbeitslose "schnell verpuffen".

Ähnlich wie beim Ausbildungspakt müsse die Wirtschaft verpflichtet werden, eine jährlich steigende Zahl von Arbeitsplätzen für ältere Menschen bereitzustellen, forderte Engelen-Kiefer. Immer mehr Ältere würden arbeitslos, obwohl den Unternehmen seit Jahren viele - auch finanziell attraktive - Instrumente zur Verfügung stünden. In diesem Zusammenhang erwähnte die stellvertretende DGB-Chefin die öffentlich geförderte Qualifizierung älterer Menschen in kleinen und mittleren Betrieben sowie die Lockerung des Kündigungsschutzes ab dem 50. Lebensjahr. Außerdem verwies sie auf die Möglichkeit der Jobrotation, auf die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen und auf Eingliederungszuschüsse, die fünf Jahre lang, in Einzelfällen sogar acht Jahre lang gezahlt werden könnten.

"Nichts davon hat die Arbeitgeber bisher bewegen können, tatsächlich ältere Arbeitslose einzustellen", kritisierte Engelen-Kefer. Deshalb müsse in dieser Frage das Prinzip "Fördern und Fordern" auch für die Unternehmen gelten. Einerseits benötigten vor allem kleinere Betriebe Hilfe, um die teilweise komplizierten Instrumente zur Beschäftigung Älterer umzusetzen. Andererseits müssten die Arbeitgeber verbindliche Zusagen über den Umfang der Beschäftigung älterer Mitarbeiter machen. "Die öffentlichen Hilfen und Gelder stehen dafür zur Verfügung", betonte die Gewerkschafterin. "Jetzt gibt es keine Ausreden mehr für die Wirtschaft."

Quelle: afp

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