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28.02.2005

Weiterbildungs- Innovations- Preis (WIP) 2005

BIBB prämiert vier innovative Konzepte der beruflichen Weiterbildung

Mit dem Weiterbildungs-Innovations-Preis (WIP) hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in diesem Jahr zum fünften Mal innovative Projekte und Ideen in der beruflichen Weiterbildung ausgezeichnet. Die Preisverleihung stand unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Herrn Erwin Teufel. Der mit einer Geldprämie in Höhe von 2 500,- Euro je Preisträger verbundene „WIP 2005“ wurde am 28. Februar 2005 im Rahmen der „didacta - die Bildungsmesse“ in Stuttgart von dem Ministerpräsidenten Teufel gemeinsam mit dem Präsidenten des BIBB, Prof. Dr. Helmut Pütz, den vier Preisträgern überreicht.

Zum Wettbewerb um den „Weiterbildungs-Innovations-Preis 2005“ wurden insgesamt 133 Konzepte zur beruflichen Weiterbildung eingereicht. Folgende vier Maßnahmen hielt die Jury für besonders innovativ und zukunftsorientiert und zeichnete sie mit dem WIP 2005 aus:

digitaler möbelbau
Computergesteuerte Fertigungstechnologie. Gestaltung - Fertigung - Präsentation - Vermarktung

Preisträger: Baufachfrau Berlin e.V., Verein zur Förderung von Frauen in Bau- und Ausbauberufen, Berlin

Das Projekt „digitaler möbelbau“ qualifiziert insbesondere Frauen zum Umgang und zur Nutzung computergesteuerter CNC- und CAD-Technologie für eine kreative, kundenorientierte und umweltfreundliche Gestaltung von Möbeln. Vermittelt werden Grundlagen des CNC- und CAD-gerechten Designs, Grundwissen zur Handhabung der CNC-Technik, Kenntnisse zur umweltgerechten Nutzung der bei der Möbelherstellung benutzten Werkstoffe sowie die Anwendung digitaler Bildbearbeitungs- und Layout-Programme zur Vermarktung neuer Produkte. Die praktische Erprobung des Erlernten steht im Mittelpunkt des Projekts: Die Teilnehmer/innen entwickeln eine eigene Möbelidee und wenden dann das Erlernte bei der Herstellung des Möbelstücks an. Dazu gehören die Anfertigung eines Entwurfs und die Herstellung der Planungsunterlagen mit Hilfe der CAD-Technik, die Programmierung der CNC-Maschine, die Planung des gesamten Produktionsablaufs und die Fertigung des Produkts und schließlich die Präsentation, Kundenansprache und Vermarktung des Möbelstücks.

Kontakt: Baufachfrau Berlin e.V., Verein zur Förderung von Frauen in Bau- und Ausbauberufen, Frau Monika Linder; E-Mail: bff.berlin@t-online.de

Follow me
Führungsfitness für Vorarbeiter in der Flugabfertigung der Flughafen München GmbH (FGM)

Preisträger: ego energetics, Freiamt

„Follow me“ qualifiziert im unmittelbaren Prozess der Arbeit Facharbeiter/innen für die Übernahme von mehr Verantwortung im eigenen Tätigkeitsfeld. Zielgruppe der prämierten Umsetzung dieses Weiterbildungskonzepts sind Mitarbeiter/innen der Flugabfertigung im Flughafen München, die die Funktion eines/einer Vorarbeiters/in inne haben. Sie erbringen zusammen mit ihren Ladegruppen zentrale Dienstleistungen für Flugzeuge und Passagiere, z.B. das Be- und Entladen des Fluggepäcks, die Sicherung des Gefahrguts im Frachtraum oder das Andocken der „Gebäude-Finger“ zwischen Flughafen und Flugzeug. Zentrales Ziel des „Follow-me“-Programms ist der Aufbau einer eigenen „Vorarbeiter-Identität“ mit dem Bewusstsein, dass die eigene Führungsarbeit die Qualität der Gruppenarbeit bestimmt, die ein wichtiger Faktor ist für die Sicherheit, Stabilität und die ökonomische Konkurrenzfähigkeit des Flughafens.

Kontakt: ego energetics, Herr Hanns-Georg von Wolff; E-Mail: ego_energetics@t-online.de

monkey
modulare und arbeitsplatznahe Qualifizierung im Bereich Schlüssel(key)kompetenzen

Preisträger: Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft gGmbH(bfz), Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), Nürnberg

Im Projekt „monkey“ erwerben Beschäftigte in Klein- und Mittelbetrieben (KMUs) modular und arbeitsplatznah Schlüssel(key)kompetenzen, die sie benötigen, um „ihren“ Betrieb konkurrenzfähig zu halten und fit zu machen für vielfältige neue Herausforderungen. Ziel der sechs- bis siebenmonatigen arbeitsplatznahen Weiterbildung ist, die Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer für die veränderten Anforderungen an die Facharbeit - z.B. beim Projektmanagement und in der Kundenverantwortung - zu qualifizieren. Projekte planen und durchführen, mit knappen Zeitressourcen effektiv und ökonomisch umgehen, konstruktiv mit anderen zusammenarbeiten und die eigenen Arbeitsergebnisse wirkungsvoll präsentieren sind daher wesentliche Inhalte der Maßnahmen. Die einzelnen Lernmodule orientieren sich sowohl an den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes als auch an dem persönlichen Qualifikationsprofil der Lernenden. Über ein bedarfsorientiertes Coaching werden die Lernprozesse unterstützt und die Lernergebnisse gesichert.

Kontakt: Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz), Frau Claudia Sack; E-Mail: sack.claudia@bf.bfz.de

Work Based Learning
Lernen am Arbeitsplatz

Preisträger: Fachhochschule Aachen, Aachen

„Work Based Learning (WBL)“ zielt darauf, berufstätigen Erwachsenen, die bisher keinen Zugang zu einer Hochschulausbildung hatten, eine Möglichkeit zu schaffen, unter Anrechnung ihrer formalen und in der Arbeit erworbenen Qualifikationen einen akademisch anerkannten Abschluss zu erwerben. Dazu entwirft die Hochschule gemeinsam mit am WBL interessierten Arbeitnehmern/innen und ihren Arbeitgebern/innen ein individuelles Lernprojekt und legt die angestrebten Lernziele, das Curriculum und die zu erbringenden Studienleistungen fest. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die konkrete, lernhaltig gestaltete Arbeit im Unternehmen selbst, die den Lernenden als Studienleistung angerechnet wird. Als erste Umsetzung des WBL-Konzepts plant die Fachhochschule Aachen einen Bachelor-Studienabschluss für Handwerksmeister/innen sowie einen Masterstudiengang „Angewandte Polymerchemie“ für Chemielaboranten/innen.

Integriert ist das Projekt der Fachhochschule Aachen in das Projekt “Entwicklung europäischer Work Based Learning-Ansätze und -Methoden“ im Rahmen des SOKRATES-Programms der Europäischen Kommission. Das Projekt, an dem sich neun europäische Länder beteiligen, zielt auf die Entwicklung eines europäischen Ansatzes und Rahmens beim Aufbau von Hochschulzugängen, in die das durch Berufspraxis vermittelte Lernen eingebunden ist.

Kontakt: Fachhochschule Aachen, Frau Margret Schermutzki; E-Mail: schermutzki@fh-aachen.de

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung

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