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28.02.2005

Job-Rotation in Kindergärten

Arbeitslose sollen Erzieherinnen unterstützen – „Ein Euro-Jobs ersetzen keine regulären Stellen“

Die Grundlagen für eine gute Schulbildung werden in Kindergärten gelegt. Das ist spätestens seit der Pisa-Studie bekannt. Doch Kindergärten klagen über Personalmangel. Jetzt wollen Magistrat, Land Bremen, Arbeitsagentur und Arbeitsförderungszentrum (AFZ) für mehr Jobs in den Kitas sorgen.

Die Grundlagen für eine gute Schulbildung werden in Kindergärten gelegt. Das ist spätestens seit der Pisa-Studie bekannt. Doch Kindergärten klagen über Personalmangel. Jetzt wollen Magistrat, Land Bremen, Arbeitsagentur und Arbeitsförderungszentrum (AFZ) für mehr Jobs in den Kitas sorgen. Job-Rotation und Ein-Euro-Jobs heißen die Instrumente, die in den kommenden zweieinhalb Jahren bessere Betreuung in den Kindergärten und bessere Zahlen auf dem Arbeitsmarkt bringen sollen. Ab Oktober werden die ersten 22 Empfängerinnen von Arbeitslosengeld I, dem früheren Arbeitslosengeld, in den 45 Kindergärten der Stadt ihren Dienst beginnen. Zunächst sollen sie die Erzieherinnen unterstützen. Nach sechs Monaten folgt die einjährige Job-Rotation: Die neuen Mitarbeiterinnen vertreten das Stammpersonal während Fortbildungen. „Auf diese Weise, so hofft AFZ-Geschäftsführer Siegfried Breuer, „könnten die neuen Kräfte in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis hineinrutschen“. Durch die Personalfluktuation in den Kindergärten gebe es pro Jahr rund 20 neue Stellen. Nach einem halben Jahr sollen weitere 22 Arbeitslose an dem Programm teilnehmen. Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD) sagt: „Mit dem Programm können wir auch die frühkindliche Bildung in den Kindergärten voranbringen.“ Die Ein-Euro-Jobs richten sich an Empfänger von Arbeitslosengeld II. Zehn Monate lang sollen insgesamt 40 Langzeitarbeitslose die Erzieherinnen unterstützen. Die Hoffnung: Durch die regelmäßige Beschäftigung sollen sich ihnen neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnen. Befürchtungen, dass durch die neuen Kräfte in den Kindergärten Stellen abgebaut werden, tritt Breuer entgegen. „Es kann natürlich nicht sein, dass reguläre Arbeitsplätze durch die Ein-Euro-Jobs ersetzt werden.“ Auch mit der Diskussion um eine zweite Erzieherin pro Gruppe hätten Job-Rotation und Ein-Euro-Jobs nichts zu tun.

Rund 3,1 Millionen Euro sind für das Programm veranschlagt. 57 Prozent steuert die Agentur für Arbeit bei, rund 1,4 Millionen kommen aus dem Topf des Europäischen Sozialfonds, 310000 Euro aus der Schatulle des Magistrats. Bereits im vergangenen Jahr hatte es in der Stadt Bremen eine harte Debatte um den Einsatz von Arbeitslosen in den Kindergärten gegeben. Erzieherinnen und Eltern hatten befüchtet, dass gut ausgebildetes Personal eingespart und durch gering qualifizierte Kräfte ersetzt werden könnte. Derartigen Befürchtungen trat Wolfgang Mögenburg von der Arbeitsagentur entgegen: „Wir werden das Personal sehr sorgfältig auswählen.“ Viele Bewerber hätten schon Erfahrungen im sozialen Bereich. Das Angebot richte sich zum Beispiel an allein erziehende Erzieherinnen, die eine Chance für den Wiedereinstieg in den Beruf suchten. Darüber hinaus sollen bis zu sechs gut ausgebildete Erzieherinnen eingestellt werden, welche die Ein-Euro-Jobberinnen anleiten.

Quelle: Nordsee-Zeitung

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