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23.02.2005

Potenziale der Älteren nutzen

Potenziale der Älteren nutzen, Mitverantwortung im Alter stärken, demographischen Wandel als Chance begreifen

Anlässlich des heutigen Expertengesprächs des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Vorsitzenden der Sachverständigenkommission für den 5. Altenbericht erklärten die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Bundestagsfraktion, Christel Humme, und die Berichterstatterin für Seniorenpolitik, Angelika Graf:

100 Jahre - das ist die durchschnittliche Lebenserwartung, die viele Forscher heute geborenen Mädchen attestieren. Die steigende Lebenserwartung ist Ausdruck von Fortschritt. Denn die hinzugewonnenen Jahre bedeuten für die allermeisten ein Plus an aktiver und gesunder Lebenszeit.

Doch die Chancen, die in diesen hinzugewonnen Jahren liegen, werden heute noch nicht richtig genutzt. Vor allem das frühe Ausscheiden aus dem Erwerbsleben führt dazu, dass die Kompetenzen der Älteren, ihr Know-how und ihre Lebenserfahrung weitgehend brachliegen. Das können sich weder Gesellschaft noch Wirtschaft länger leisten. Jetzt kommt es darauf an, mit klugen und kreativen politischen Lösungen die Älteren besser zu integrieren und ihre Fähigkeiten zu nutzen.

Deshalb hat die Bundesregierung den 5. Altenbericht richtigerweise unter das Motto \'Potenziale des Alters für Wirtschaft und Gesellschaft\' gestellt. Dies eröffnet endlich eine neue, eine positive Perspektive auf das Alter. Der heute vom Vorsitzenden der Sachverständigenkommission Prof. Kruse vorgestellte Zwischenstand lässt erwarten, dass der 5. Altenbericht der Politik wegweisende Handlungsempfehlungen an die Hand geben wird. Alter ist ein Querschnittsthema - wollen wir die Potenziale der Älteren besser nutzen, besteht Handlungsbedarf in vielen Politikfeldern.

Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - unverzichtbar für wirtschaftlichen Erfolg

Rund 40 Prozent der Betriebe beschäftigen keine Menschen mehr, die älter als 50 Jahre sind. Diese Praxis ist vor dem Hintergrund, dass es aufgrund des demographischen Wandels immer weniger Junge gibt, nicht zukunftstauglich. Die Betriebe müssen lernen umzudenken.

Innovative und weit blickende Unternehmen haben ihre Personalpolitik bereits auf die längere Integration älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer umgestellt. Diese Personalpolitik muss Schule machen. Wir begrüßen außerordentlich, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den Tarifpartnern und Wissenschaftlern die Bedingungen für längere Erwerbstätigkeit auslotet.

Bildung und Prävention - wichtig ein Leben lang

Damit Potenziale im Alter vorhanden sind, müssen wir während des gesamten Lebenslaufs die entsprechende Voraussetzungen schaffen. Lebenslanges Lernen ist das beste Mittel, um die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erhalten und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Betriebe müssen bereit und in der Lage sein, ihre Beschäftigten in allen Phasen des Erwerbslebens zu qualifizieren. Hierbei muss unser besonderes Augenmerk den niedrig Qualifizierten gelten. Sie dürfen in einer Gesellschaft, in der Wissen immer mehr zur zentralen Ressource wird, nicht ausgegrenzt werden. Das Nachholen eines Schulabschlusses muss immer möglich sein, auch noch mit 50.

Auch Prävention und Gesundheitsförderung müssen gestärkt werden, ihnen muss in unserem Gesundheitswesen ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Deshalb hat die SPD-Bundestagsfraktion richtigerweise das Präventionsgesetz beschlossen und in den Bundestag eingebracht.

Seniorenwirtschaft - Chance für Wachstum und Beschäftigung

Die Seniorenwirtschaft bietet enormes Wachstumspotenzial. Durch den demographischen Wandel entwickeln sich für seniorengerechte Produkte und Dienstleistungen große Absatzmärkte, im Inland wie im Ausland. Vor allem die Gerontotechnik bietet Innovationspotenzial. Chancen in der Seniorenwirtschaft zu nutzen, bedeutet, Wohlstand zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen, aber auch größere Lebensqualität für Ältere zu gewährleisten.

Jung und Alt - gemeinsam aktiv

Auch die Bedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement Älterer müssen stimmen. Viele Ältere sind ehrenamtlich tätig. Ohne ihr Engagement wäre so mancher Verein kaum überlebensfähig. Wer die Zukunft sichern will, muss dieses Engagement stärken. Dies tun wir mit dem Modellprogramm \'Erfahrungswissen für Initiativen\' (EFI) und der Unterstützung des Aufbaus Generationen übergreifender Freiwilligendienste.

Wenn wir heute die Weichen richtig stellen, wird das Alter immer mehr zu einer Lebensphase, die für immer mehr Menschen mit Gesundheit, Teilhabe und Zufriedenheit verbunden sein wird - eine Lebensphase eben, die voller Potenziale steckt.

SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de

Quelle: SPD Fraktion

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