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20.02.2005

Neue Möglichkeiten in der Berufsbildung

Neue Möglichkeiten in der Berufsbildung: Reform tritt in Kraft

Der Bundesrat hat der größten Reform der Berufsbildung seit 1969 zugestimmt. Mit der Reform sichere die Bundesregierung die Zukunftsfähigkeit der dualen Ausbildung, sagte Bundesbildungsminister Edelgard Bulmahn.

Die Ministerin bezeichnete das Gesetz bei der Abstimmung am 18. Februar im Bundesrat als zentralen Schritt für die Modernisierung der beruflichen Bildung. "Die Jugendlichen erhalten neue Perspektiven für ihre berufliche Ausbildung." Die Reform verbessere die Bedingungen für eine Zusammenarbeit aller Partner in der dualen Ausbildung. "Damit werden die Chancen für Betriebe und Auszubildende deutlich und nachhaltig verbessert."

Das duale Berufsbildungssystem mit den Partnern Betrieb und Berufsschule in Deutschland ist weltweit anerkannt und wird von rund 60 Prozent aller jungen Menschen für eine berufliche Qualifizierung in Anspruch genommen. In den letzten Jahren zeigten sich allerdings die Grenzen des 35 Jahre alten Gesetzes, weshalb die Novellierung insbesondere mehr Flexibilität gewährleisten wird.

Mehr Flexibilität

Einmal über den Tellerrand des eigenen Ausbildungsbetriebes und der örtlichen Berufsschule hinauszuschauen, ist für viele Auszubildende nicht nur spannend, sondern auch mit zusätzlichen Qualifikationsmöglichkeiten verbunden. Bisher war es jedoch nur in Ausnahmefällen möglich, einige Zeit lang im Ausland ausgebildet zu werden.

Mit dem geänderten Berufsbildungsgesetz kann nun jeder - vorausgesetzt der Ausbildungsbetrieb unterstützt dies - einen Teil der Ausbildungszeit in einem ausländischen Betrieb verbringen. Manche Firmen wollten dies schon lange, vor allem, wenn sie mit ausländischen Betrieben Geschäftsbeziehungen unterhalten.

Zwischenprüfung kann entfallen

Bei den Prüfungen war es wenig zeitgemäß, in der Mitte der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung durchführen zu müssen, ohne dass sich deren Ergebnisse im Abschlusszeugnis niederschlagen durfte. Künftig kann bei neuen oder neu geordneten Ausbildungsordnungen auf die Zwischenprüfung verzichtet und ein Teil der Abschlussprüfung vorgezogen werden.

Neben den genannten enthält die Novelle unter anderem noch folgende Neuerungen:

* Absolventen vollzeitschulischer und sonstiger Berufsbildungsgänge können zur Kammerabschlussprüfung zugelassen werden,

* vor Beginn einer Ausbildung erworbene Teilqualifikationen können auf eine sich anschließende betriebliche Ausbildung angerechnet werden,

* Zusatzqualifikationen können unter bestimmten Umständen während der Ausbildung erworben und gesondert zertifiziert werden,

* die Gremienstruktur im Bundesinstitut für Berufsbildung wird verschlankt,

* die Erprobung neuer Ausbildungsformen und -berufe wird erleichtert, der Neuordnungsprozess von Ausbildungsordnungen durch neue Zuständigkeitsregelungen beschleunigt,

* regionale Berufsbildungskonferenzen können zur Verbesserung des regionalen Dialogs eingerichtet werden, neue Formen der Kooperation von Betrieben, Berufsschulen und Ausbildungsträgern werden möglich,

* Berufsbildungsforschung wird wieder in das Berufsbildungsgesetz einbezogen.

Nachdem der Bundesrat der Reform des Berufsbildungsgesetzes zugestimmt hat, kann dieses in Kürze in Kraft treten.

Quelle: Bundesregierung

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