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09.02.2005

Partnerschaft in Bildung und Forschung

Bulmahn und Fursenko planen strategische Partnerschaft in Bildung und Forschung

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, und ihr russischer Amtskollege Andrej Fursenko haben sich am Montag in Moskau darauf verständigt, die bilaterale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung zu einer strategischen Partnerschaft auszubauen. Bis zum Mai solle die im Dezember vergangenen Jahres bei den deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Hamburg beschlossene deutsch-russische Bildungs- und Forschungsinitiative mit einer konkreten Vereinbarung besiegelt werden. Die ressortübergreifenden Vorschläge für den deutschen Beitrag hatte Bulmahn bei ihrem Treffen mit Fursenko erörtert. Das deutsche Konzept sieht von Seiten der Bundesregierung und den Wissenschaftsorganisationen einen jährlichen Finanzrahmen von 40 Millionen Euro vor. Beide Minister unterstrichen, dass in den nächsten Wochen auf beiden Seiten mit Nachdruck an dem gemeinsamen Vorhaben gearbeitet werde.

Es gehe bei der strategischen Partnerschaft darum, gezielt deutsch-russische Projekte von Hochschulen, Forschungsorganisationen und Unternehmen zu fördern sowie den Austausch und die Zusammenarbeit von Nachwuchskräften beider Länder zu intensivieren. „Wir haben auf der Grundlage der bisherigen Zusammenarbeit mit der russischen Föderation eine ausgesprochen gute Ausgangssituation für die Stärkung der bilateralen Kooperation in den wichtigsten Zukunftsfeldern“, betonte Bundesministerin Bulmahn. Russland ist das Land, mit dem Deutschland bereits die intensivste bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Forschung pflege. Neben 550 Hochschulpartnerschaften sei die Zahl von Dozenten, Forschern, Studenten und Schülern, die an Einrichtungen des jeweiligen anderen Landes lehren, lernen und forschen, mit über 10.000 so hoch wie mit keinem anderen Land außerhalb der EU.

Die Kooperation im Bereich Forschung und Innovation werde zukünftig vor allem in der institutionalisierten Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen liegen. Nur so könne eine breit angelegte strategische Partnerschaft im wissenschaftlich-technischen Bereich auf eine langfristige und erfolgreiche Grundlage gestellt werden, so Bulmahn. In dem Zusammenhang sei die Eröffnung eines Büros der Helmholtz-Gemeinschaft vor Ort im Rahmen ihrer Moskau-Reise von hoher Bedeutung und eine wichtige Anlaufstelle für die praktische Umsetzung der Forschungszusammenarbeit.

Fursenko und Bulmahn haben bei ihren Treffen bereits erste Vereinbarungen getroffen. Diese umfassen die vertragliche Absicherung und Intensivierung der bisherigen Zusammenarbeit im Bereich der Laserforschung bis zum Jahr 2010, in der Meeres- und Polarforschung eine Forcierung der Forschungsprogramme auf das Internationale Polarjahr 2007 und eine Vereinbarung über die künftigen Schwerpunkte auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie. Dazu zählen Internetanwendungen, Hochleistungsrechenverfahren und die mathematische Modellierung von Prozessen aller Art.

Quelle: BMBF

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