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02.12.2004

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im November

- Arbeitsmarkt bleibt angespannt
- Anstieg der Arbeitslosenzahlen vor allem wegen einsetzender Winterpause
- Saisonbereinigte Zunahme geringer als in den Vormonaten

„Obwohl der hohe Ölpreis und der erstarkte Euro den bislang dynamischen Export bremsten, liegt die deutsche Wirtschaft noch auf Wachstumskurs. Es gibt deutliche Hinweise für eine Belebung der heimischen Nachfrage. Ein Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts von 0,1 Prozent im dritten Quartal reicht aber noch nicht aus, um genügend positive Impulse für den Arbeitsmarkt zu geben", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

Arbeitslosenzahl im November: +50.800 auf 4.257.300 Arbeitslosenquote im November: +0,2 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent EU-standardisierte Erwerbslosenquote im November: unverändert 9,9 Prozent

Die Erwerbstätigkeit nahm im September nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um 209.000 auf 38,70 Millionen zu. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 110.000 Erwerbstätige mehr. Der Anstieg beruht wie bisher auf einer Ausweitung von geringfügig entlohnter Beschäftigung und Existenzgründungen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag dagegen nach wie vor spürbar unter dem Vorjahresniveau. Nach ersten Hochrechnungen gab es im September 26,88 Millionen Beschäftigte, 320.000 weniger als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Erwerbstätigkeit im September praktisch nicht verändert ( 1.000), seit Jahresbeginn ist sie um 107.000 gestiegen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nahm im November vor allem wegen der beginnenden Winterpause um 50.800 auf 4.257.300 zu. Der Anstieg war etwas stärker als im vergangenen Jahr, aber beträchtlich schwächer als 2002. In Westdeutschland erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 34.500 auf 2.726.900, in Ostdeutschland um 16.300 auf 1.530.400. Im Vergleich zum Vorjahr wurden bundesweit 73.700 Arbeitslose mehr gezählt (Westen: +61.800; Osten: +11.800). Der Vorjahresabstand ist damit erneut größer geworden. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg bundesweit auf 10,3 Prozent (Westen: 8,3 Prozent; Osten: 17,7 Prozent).

Saisonbereinigt hat sich die Arbeitslosigkeit im Oktober um 7.000 erhöht (Westen: +3.000; Osten: +4.000). Der Anstieg war geringer als in den vergangenen Monaten (Oktober: +12.000; September und August durchschnittlich: +28.000). Infolge des anhaltenden Abbaus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung meldeten sich erneut mehr Menschen als im Vorjahr aus Erwerbstätigkeit arbeitslos. Gleichzeitig konnten deutlich weniger Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden. Die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik hat sich im November weiter erhöht. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote belief sich im November auf 10,8 Prozent; die EU-standardisierte Erwerbslosenquote auf 9,9 Prozent.

Der Zugang an Stellenangeboten blieb auch im November verhalten. Im Monatsverlauf gingen 148.000 Meldungen ein, 28.600 weniger als im Vorjahresmonat. Der Stellenbestand lag zuletzt bei 229.000. Das waren 46.200 weniger als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat der Bestand gemeldeter Stellen weiter abgenommen (-2.000).

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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