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30.07.2004

Ein Jahr bundeseinheitliche Altenpflegeausbildung

Bundesministerin Renate Schmidt zieht positive Bilanz

''Mit dem neuen Altenpflegegesetz hat der Bund den Weg für eine bessere und attraktivere Ausbildung bereitet. Das Gesetz sichert eine bundeseinheitliche Ausbildung auf hohem Niveau und beschreibt ein modernes Berufsbild der Altenpflege,'' erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt. ''Die Altenpflege gehört angesichts der demografischen Entwicklung zu den Dienstleistungsbranchen der Zukunft. Nach Prognosen wird die Zahl der Menschen über 80 Jahre von ca. 3 Millionen im Jahr 2000 auf ca. 8 Millionen im Jahr 2050 steigen. Es wird künftig einen größeren Fachkräftebedarf in der Altenpflege geben. Ich appelliere insbesondere an die Jugendlichen, sich mit diesem zukunftsträchtigen Beruf vertraut zu machen. Gleichzeitig fordere ich die stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen auf, die Altenpflegeausbildung zu Kernaufgaben zu erklären. Denn nur so kann es gelingen, in der Pflege den Berufsnachwuchs zu sichern. Die neue Ausbildung ist auf die Praxis zugeschnitten und muss von ihr getragen werden.''

Seit dem 1. August 2003 wird die Altenpflegeausbildung bundesweit einheitlich auf einem neuen Qualitätsniveau durchgeführt. Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Jahre; in allen Bundesländern besteht die Möglichkeit, unmittelbar im Anschluss an die Schule die Ausbildung zu beginnen. Die Schülerinnen und Schüler haben einen Anspruch auf Ausbildungsvergütung. Die Berufsbezeichnung 'Altenpflegerin' bzw. 'Altenpfleger' ist geschützt. Bundesministerin Renate Schmidt zeigt sich erfreut über die besondere Einsatzbereitschaft der Verantwortlichen auf Länderebene, die dazu beitragen, dass die in vieler Hinsicht neuen Strukturen und Inhalte erfolgreich umgesetzt werden. Dieser Prozess habe in der Bildungslandschaft der Altenpflege zu der erhofften positiven Aufbruchstimmung geführt.

Nach vorläufigen Angaben waren es im Oktober 2003 bundesweit gut 10.000 Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung nach dem neuen Gesetz begonnen haben. Das Statistische Bundesamt weist im Ausbildungsjahr 2002/2003 insgesamt 42.200 Schülerinnen und Schüler aus. Nach der aktuellen Pflegestatistik arbeiteten 2001 in ambulanten Pflegediensten 28.200 Altenpflegerinnen und Altenpfleger; 1999 waren es noch 25.460. In Heimen waren 2001 insgesamt 96.700 Altenpflegerinnen und Altenpfleger beschäftigt, 13.000 mehr als zwei Jahre zuvor. Im Dezember 2001 waren in Deutschland 2,04 Millionen Menschen pflegebedürftig; 81 Prozent davon waren 65 Jahre und älter, 35 Prozent 85 Jahre und älter.

Um die erforderlichen Innovationen in der Altenpflegeausbildung zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Modellvorhaben und Studien. Dazu gehören insbesondere
die Entwicklung eines Handlungsleitfadens zur Umsetzung des Lernfeldkonzeptes - aufgezeigt an Anforderungsprofilen der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz - durchgeführt von der Europäischen Senioren-Akademie und der Fachhochschule Münster in Kooperation mit vier Altenpflegeschulen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin;
die Entwicklung von Modulen für eine kultursensible Altenpflegeausbildung - durchgeführt von der Evangelischen Fachhochschule Hannover, dem Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung GmbH, der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung e.V. in Kooperation mit fünf Altenpflegeschulen und Pflegeeinrichtungen aus Hessen;
die Ausgestaltung der Praxisanleitung in der Altenpflegeausbildung, ausgehend von einer Analyse und Dokumentation von Erfahrungen z.B. in Brandenburg und Baden-Württemberg - durchgeführt von dem Institut für Gerontologische Forschung e.V. Berlin;
die erste bundesweite Erhebung der Ausbildungsstrukturen an Altenpflegeschulen, die im Herbst erfolgen wird - durchgeführt vom Institut für angewandte Pflegeforschung, Universität Bremen.

Quelle: BMFSFJ

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