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05.07.2004

Wirtschaftliches Potenzial des Alters nutzen

Bundesministerin Renate Schmidt fordert sachgerechtes Bild über wirtschaftliche und gesellschaftliche Möglichkeiten von Älteren

\'\'Die heutige Generation der über 60-Jährigen hat als erste eine ungeheure, neue Chance geschenkt bekommen: Den zusätzlichen Lebensabschnitt der gewonnenen Jahre im Alter. Diese Chance müssen wir nutzen, für uns selbst und für die Gesellschaft.\'\' Das sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, heute anlässlich der Eröffnung der Fachtagung \'\'Wirtschaftliche Potenziale des Alters\'\' in Berlin. Die Tagung, die vom Bundesministerium und der Sachverständigenkommission für den 5. Altenbericht ausgerichtet wird, ist der Auftakt für insgesamt drei Veranstaltungen, die sich mit dem Schwerpunktthema \'\'Potenziale älterer Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft\'\' befassen.

\'\'Die meisten älteren Menschen haben heute dank des ständig gestiegenen Lebensstandards und der besseren medizinischen Versorgung eine deutlich höhere Lebenserwartung. Das ist ein Geschenk, das die Menschen nutzen wollen\'\', so Bundesministerin Renate Schmidt. \'\'Die Seniorinnen und Senioren von heute verfügen über ein großes Potenzial, das zur Zeit noch nicht ausreichend zur Geltung kommt. Denn immer noch wird in unserer Gesellschaft Alter mit Pflegebedürftigkeit und Krankheit gleichgesetzt. Wir wollen deshalb ein neues Leitbild des Alters, das ein sachgerechtes Bild über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten von und für ältere Menschen aufzeigt.\'\'

Die Lebenserwartung ist schon heute bei Frauen auf 81 Jahre gestiegen, bei Männern auf 75. Bis 2050 wird sich der Anteil der unter 20-Jährigen von derzeit 21 auf 16 Prozent verringern. Der Anteil der über 60-Jährigen wird sich dagegen von 22 auf 36 bis 37 Prozent spürbar erhöhen. Dank gestiegener Lebenserwartung und besserer medizinischer Versorgung ist die heutige Rentner-Generation gesünder, aktiver und engagierter als jede Generation zuvor. Gleichzeitig dominieren in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Debatte um die Folgen des demographischen Wandels immer noch die Fragen nach der Sicherung der Sozialsysteme oder nach dem Umgang mit Krankheit und Pflege. Dabei wird nicht ausreichend gesehen, dass die demographische Entwicklung als Chance für Wachstum, Beschäftigung und gesellschaftliche Entwicklung begriffen und gestaltet werden kann.

Bei den Fachtagungen des Bundesministeriums werden die Einkommens- und Vermögensverhältnisse von Senioren und Seniorinnen im Mittelpunkt stehen. Denn die Generation, die jetzt ins Rentenalter eintritt, wird insgesamt die wohlhabendste sein, die es in der Bundesrepublik je gegeben hat: Der durchschnittliche Immobilienbesitz liegt bei den 60- bis 64-Jährigen mit rund 225.000 Euro pro Haushalt deutlich über dem Durchschnittswert der Gesamtbevölkerung von 219.000 Euro. Sparguthaben, Aktien und sonstige Geldanlagen sind bei allen Haushaltsgruppen älterer Menschen überdurchschnittlich hoch. Allein beim Aktienvermögen bewegen sich die Werte in den Altersgruppen ab 60 Jahren zwischen 24 und 44 Prozent im Vergleich zu 16 Prozent bei der Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig leben wesentlich weniger alte Menschen unterhalb der Armutsgrenze (weniger als 50 Prozent des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens) als junge Familien mit Kindern.

Mit der Fachtagung sollen Ansätze und Handlungsfelder aufgezeigt werden, die geeignet sind, das Bild älterer Menschen in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft positiv zu verändern. Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft beteiligen sich daran, unter anderem Prof. Dr. Andreas Kruse, Vorsitzender der 5. Altenberichtskommission, Dr. Lemppenau, Vorstandsvorsitzender der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, und Prof. Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz Gruppe / Dresdner Bank AG.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat den 5. Altenbericht unter das Thema \'\'Potenziale des Alters - Der Beitrag älterer Menschen zum Zusammenhalt der Generationen\'\' gestellt, um die politischen und gesellschaftlichen Aktivitäten älterer Menschen zu beleuchten und zu fördern. Der Bericht wird dem Ministerium im Sommer 2005 von den Sachverständigen aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen vorgelegt. Die nächsten Tagungen folgen im Herbst 2004 und im Frühjahr 2005 mit den Schwerpunkten \'\'Seniorengerechte Produkte und Dienstleistungen\'\' und \'\'Wirtschaftliche und gesellschaftliche Produktivität Älterer\'\'.

Quelle: BMFSFJ

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