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31.03.2004

Der Wiesenhof rotiert wieder

Heimleiterin wirbt für Job-Rotation im Zuge des "Job-AQTIV-Gesetzes".

Manche mögen sich noch daran erinnern: Vor zwei Jahren trat ein neues Gesetz in Kraft, das so genannte "Job-AQTIV-Gesetz" und mit ihm ein Förderprogramm respektive ein Instrument, das sich "Job-Rotation" nennt. Davon hat man lange nichts mehr gehört. Zu Unrecht, wie Brigitte Kiesendahl, die Heimleiterin des Wiesenhofes, meint. In ihrem Haus haben bereits im letzten Jahr fünf Arbeitslose im Zuge der Umsetzung zeitweise Arbeit gefunden. Momentan profitiert Cordula Duffhaus vom Rotationsgedanken.

Das Prinzip ist einfach, erklärt Josef Thielen. Er ist als Berater für die Bundesagentur für Arbeit tätig. "Job Rotation ist eine Unterstützung für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter fortbilden", so Thielen. Für die Zeit, in der die jeweiligen Kollegen nicht am Arbeitsplatz im Einsatz sind, muss ihre Arbeit umverteilt werden. Damit nichts liegen bleibt und die Kollegen nicht zu viele Überstunden machen müssen, gibt es die Möglichkeit, zusätzliche - hier von der Agentur Wesel vermittelte und von der BfA bezuschusste - Kräfte einzustellen. Diese werden am Ende der Arbeitskette eingesetzt und erledigen Dinge, die nach der Umverteilung übrig sind.

Im Wiesenhof macht Pflegedienstleiter Thomas Prinz gerade eine Fortbildung zum Heimleiter. Vier weitere Kollegen sind ebenfalls in Fortbildungsmaßnahmen. Der dadurch entstehende Ausfall wird addiert. Das bedeutet, dass mit Cordula Duffhaus für neun Monate ein Ersatz eingestellt werden konnte. Sie war sechs Wochen arbeitslos und ist jetzt für die nicht verteilten Schreibarbeiten zuständig. Der Idealfall ist laut Thielen, dass Arbeitslose, die eingesprungen sind, später gar in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Im Wiesenhof war das im letzten Jahr bei drei Vertretungen so.

"Jeder, der glaubt, Mitarbeiter nicht schulen zu müssen, wird am Markt verlieren", lautet das Urteil der Heimleiterin. Auch in der Altenpflege. "Die Kunden bezahlen Geld für eine gute Dienstleistung." Die müsse durch Weiterbildung gesichert werden. Manche Betriebe täten sich schwer, gibt Thielen zu. In anderen Unternehmen sei das Programm wenig bekannt und daher nicht weit verbreitet. Dasselbe habe aber viele Vorteile für Firmen und Arbeitslose. Infos: BfA-Wesel Tel: 02842/91 38-0 oder J. Tiehlen Tel: 02823/87 00 97.

Quelle: Neue Ruhr Zeitung

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