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25.03.2004

Arbeitsämter bremsen Job-Rotation

Schwerin MV tritt beim Arbeitsförderinstrument JobRotation auf die Bremse: Für die Weiterbildung von schätzungsweise 500 Arbeitnehmern wurde die befristete Einstellung von nur 138 Ersatzkräften gefördert. Die Arbeitsämter lassen es an Unterstützung fehlen, beklagt der Bundesverband JobRotation.

Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Ob für die Weiterbildung von Schichtleitern in der HOBAS Rohre GmbH Neubrandenburg oder die Qualifizierung von Online-Assistenten in Betrieben Westmecklenburg: Mit Job-Rotation lasse sich in allen Branchen für Hilfsarbeiter ebenso wie für das Management Weiterbildung organisieren, die Wettbewerbskraft des Unternehmens erhöhen, gleichzeitig Beschäftigung für Arbeitslose schaffen und die Chance für ihre Integration auf den ersten Arbeitsmarkt verbessern, erklärte Anke Gatzke, Geschäftsführerin des Bundesverbandes JobRotation, gestern auf einer Fachtagung in Schwerin. Zwar zahlen die Arbeitsämter zwischen 50- und 100prozentige Lohnzuschüsse für die Einstellung von Ersatzkräften. Trotz der millionenschweren Förderung ist die Resonanz aber nur mäßig.

Bundesweit fanden 2003 gerade 2162 Arbeitslose auf diesem Weg einen Job. Das sind zwar sechs Mal mehr als zwei Jahre zuvor. Der Durchbruch lässt aber auf sich warten. Die Unternehmen seien aufgeschlossener für diese Form der Weiterbildung, beobachtete Heidemarie Kinzler von der Agentur der Wirtschaft.

Feste Jobs für 70 Prozent der Stellvertreter Job-Rotation biete eine praxisnahe Form der Qualifizierung, sagte Wolfgang Schröder, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes in Westmecklenburg. So braucht z. B. für die Weiterbildung mehrerer Arbeitnehmer nur ein Ersatzmann eingestellt zu werden. Darüberhinaus bestehe keine Verpflichtung, die Stellvertreter dauerhaft zu beschäftigen. Seit dem finanziellen Rückzug des Landes 2001 hapert es aber an der Organisation. Mit der Aufnahme der Job-Rotation in das Job-Aktiv-Gesetz halten sich die Arbeitsämter bei der Finanzierung der Koordinierungsstellen zurück. In MV fehle eine landesweite Regiestelle, die entsprechend den Anforderungen der Unternehmen die Stellvertretung in den Betrieben organisiert, kritisierte André Gottschalk, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes JobRotation. "Die Arbeitsämter sind zu zögerlich." Hingegen seien in Sachsen-Anhalt mit einer landesweiten Regiestelle mehr als 1100 Arbeitslose in Arbeit gebracht worden.

Dabei könnte das Projekt ebenso wie z. B. in Dänemark für Schwung auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Der Qualifizierungsbedarf ist groß, meinte Verbandschef Schröder. Einer Umfrage zufolge sehen 83 Prozent der Unternehmen Westmecklenburgs Weiterbildungsbedarf für ihre Mitarbeiter. Und auch für die zuvor arbeitslosen Ersatzleute steigen die Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt erheblich. Etwa 70 Prozent der Stellvertreter, so die Analyse des Bundesverbandes, erhielten nach der Aushilfszeit eine feste Anstellungauf dem ersten Arbeitsmarkt.
Quelle: Schweriner Volkszeitung

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