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12.03.2004

Rotation schafft Arbeitsplätze

"Uns geht es vergleichsweise gut in Hagen", sagt Hannes Kranenpoot-Schmale. Gebotene Zurückhaltung in Zeiten, in denen die Wirtschaftslage angespannt und der Wettbewerb hart ist.

Die Firma TWB Presswerk GmbH und Co. Kg, Automobilzulieferer, wächst und wächst. Das Erfolgsrezept: "Wir sind bereit, neue und andere Wege zu gehen." 1977 wurde die Firma TWB gegründet, mit einer Handvoll Mitarbeitern. Heute sind knapp 600 Menschen im Betrieb an der Sedanstraße beschäftigt. Personalleiter Kranenpoot-Schmale weiß, "wo viel wächst, wächst auch manches auseinander, wenn nicht gegengesteuert wird." In einer Branche, in der ein Höchstmaß an Qualität Grundvoraussetzung ist, um im Geschäft zu bleiben, die Anforderungen von Seiten der Automobilhersteller ständig größer und die Gewinnmargen kleiner werden, ist Kreativität gefragt.

TWB-Presswerk produziert in Hagen unter anderem Rücksitzlehnen für die Golf V Plattform. "In dieser Liga kann man sich nur behaupten, wenn Know-how und Motivation der Mitarbeiter stimmen. Fachkenntnisse müssen ständig aktualisiert und erweitert werden", sagt Kranenpoot-Schmale. Deshalb hat sich TWB entschlossen, in Humankapital zu investieren, die eigenen Mitarbeiter zu qualifizieren.

Und dazu ging das Hagener Unternehmen einen neuen Weg namens "Job-Rotation". Ein Projekt, angeboten von der Bundesanstalt für Arbeit, begleitet von der Hagener Beschäftigungs- und Qualifizierungs GmbH (HABEQ). Ziel ist es, Qualifizierung in Betrieben zu fördern, und zwar mit 50 bis 100 % der Lohnkosten für Ersatzkräfte.

Möglichst passgenau auf die betrieblichen Anforderungen wird das Projekt mit dem jeweiligen Betrieb entwickelt", erklärt Andreas Langmann, bei der HABEQ für Job-Rotation zuständig. Das Prinzip: Wenn Mitarbeiter für die Weiterbildung von der Firma freigestellt werden, werden qualifizierte, arbeitslose "Stellvertreter" eingesetzt, um die Lücke im Betrieb zu schließen. Das funktioniert bei Kleinbetrieben ebenso wie bei größeren. Bei TWB wurden alle rund 450 Mitarbeiter des Produktionsbetriebes ein halbes Jahr lang mit einem Tag pro Monat qualifiziert. 20 Stellvertreter hat Kranenpoot-Schmale dafür eingestellt, befristet, wie es das Projekt vorsieht. "Uns kam es aber auch auf Nachhaltigkeit an", erklärt der Personalleiter. Das Unternehmen schlug zwei Fliegen mit einer Klappe, nutzte das Förderinstrument Job-Rotation auch dazu, neue Mitarbeiter zu gewinnen. Von 20 Stellvertretern haben 17 ihre Chance genutzt und sind übernommen worden. "Selbst die anderen haben gewonnen", versichert Ralf Potthast der das Projekt von Seiten der Bundesanstalt für Arbeit begleitet. Immerhin können die Arbeitslosen nun Berufserfahrung nachweisen.

Für Potthast ist die außerordentlich erfolgreiche Zusammenarbeit mit TWB zugegebenermaßen eine Ringeltaube, aber "das Potenzial in der Region ist noch nicht ausgeschöpft", wendet er sich wie Langmann an potenzielle Nachahmer.

TWB-Personalleiter Hannes Kranenpoot-Schmale ermutigt seine Kollegen, Job-Rotation kennenzulernen: "Die Abwicklung des Projekts ging schnell, lief unbürokratisch und pragmatisch, dass ist das Fruchtbare am Projekt."

(WR-Bild: Jürgen Theobald)

Quelle: HABEQ

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