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10.02.2004

BA startet Umbau der Regionaldirektionen

Projektabschluss für Sommer 2004 geplant

• Führung und Steuerung der Agenturen für Arbeit sowie regionale Politikberatung
• Fundierte Zielvereinbarungen
• Agenturberater als Schnittstelle zwischen Regionaldirektion und Agentur

Noch im ersten Quartal 2004 wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit dem Umbau ihrer Regionaldirektionen beginnen. Wie die BA anlässlich einer Informationsveranstaltung für die Landespolitik zu diesem Thema in Mainz mitteilt, sind als Pilotprojekt die Direktionen Bayern und Rheinland-Pfalz/Saarland vorgesehen. Bereits bis zum Sommer 2004 soll der Umbau in sämtlichen zehn Regionaldirektionen abgeschlossen sein.

Der Wandel der Bundesagentur für Arbeit zu einem professionellen Dienstleister wird damit auch auf der regionalen Ebene umgesetzt. Die Direktionen sollen künftig als unternehmerische Einheiten mit eigener Erfolgsverantwortung agieren. Sie werden die zu ihrer Region gehörenden Agenturen auf Grundlage eines intensiven Dialogs führen und mit ihnen Leistungsvereinbarungen abschließen. So sichern die Regionaldirektionen als starke mittlere Ebene innerhalb der gesamten BA-Struktur die Führbarkeit der Organisation.

„Das gesamte neue Führungs- und Steuerungssystem der BA“, so Frank-J. Weise, nominierter Vorstandsvorsitzender der BA, „erlaubt künftig einen besseren Mitteleinsatz in der Arbeitsmarktpolitik. Die Regionaldirektionen werden dabei für die Agenturen die wesentliche Führungs- und Steuerungseinheit sein.“

Neben der Unterstützung der Agenturen für Arbeit bauen die Regionaldirektionen auch ihre Position als Experten und Initiatoren regionaler Arbeitsmarktaktivitäten aus und stehen der Landespolitik noch stärker als bisher beratend zur Seite. „Die Regionaldirektionen werden sich in kürzester Zeit gegenüber der Landespolitik als kompetente Ansprechpartner für alle Belange des Arbeitsmarktes etablieren“, unterstreicht Otto-Werner Schade, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland und Projektleiter „Struktur Regionaldirektionen“.

Von anderen bisher geleisteten Aufgaben sind die Regionaldirektionen künftig entlastet. Sie werden – soweit zweckmäßig – in Serviceeinheiten, in Agenturen oder im Einzelfall an Dritte verlagert.

Die Ausgliederung von Verwaltungs- und Sonderaufgaben und die Konzentration auf die Bereiche Führung der Agenturen, Politikberatung und Großkunden-Betreuung wird zur Folge haben, dass im Kernbereich bei den zehn Regionaldirektionen ein Personalbedarf von rund 1.000 Stellen entsteht. Insgesamt sind zurzeit bei den Regionaldirektionen über 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. Es wird geprüft, ob im Zuge der Neustrukturierung über 2.000 Stellen in andere Dienststellen der BA verlagert werden können.

Mit diesen Veränderungen geht eine neue Organisationsstruktur der Regionaldirektionen einher, welche die Führung und Steuerung wesentlich transparenter macht. Ein dreiköpfiges Team leitet als Geschäftsführung die Direktionen. Dabei entspricht der Vorsitzende der Geschäftsführung (VG) dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur. Weiterhin gibt es in den Regionaldirektionen einen Geschäftsführer Finanzen (GF) für Controlling, Finanzen und Personal sowie einen Geschäftsführer für das operative Geschäft (GO) für die Kundengruppen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie für den Bereich Leistung verantwortlich. Der VG einer Regionaldirektion verfügt im Fall einer nicht einheitlichen Sicht der Geschäftsführung über das Recht der letzten Entscheidung.

Die Unterstützung der Agenturen durch eine Regionaldirektion wird in erster Linie durch Agenturberater geleistet, die dem VG zugeordnet sind. Sie bereiten Zielvereinbarungen vor und beraten die Agenturen bei deren Umsetzung. Als Spezialisten für eine Gruppe von in der Regel vier Agenturen verfügen sie über profunde Kenntnisse des Alltagsgeschäfts und haben zudem eine übergreifende Sicht auf Produkte, Programme und Verfahren.

Zusätzliches Expertenwissen kann der Agenturberater abrufen, in dem er regelmäßig Programmberater mit hinzu zieht. Diese sind dem GO zugeordnet und besonders vertraut mit dem Leistungskatalog der BA, mit Arbeitnehmer-Integrationsprogrammen, Arbeitgeberdienstleistungen und Leistungsverfahren. Sie wissen daher zum Beispiel, wie für bestimmte Kundengruppen in einer bestimmten Arbeitsmarktsituation die beste Wirkung erzielt werden kann. Zusätzlich koordinieren die Programmberater die Einführung neuer Programme und Verfahren in den Agenturen. Da sowohl der Agenturberater wie auch der Programmberater und auch die Fachleute für Controlling einer bestimmten Gruppe von Agenturen zugeordnet sind, erfolgt deren Beratung aus einem festen Team heraus. In diesem fungiert der Agenturberater als Teamleiter. Diese Struktur erlaubt eine dynamische Bündelung von Kundenkenntnis und Produktkenntnis.

Zusätzlich zu den Kernaufgaben Führung der Agenturen und regionale Politikberatung werden die Regionaldirektionen auch künftig Aufgaben wahrnehmen, die entweder auf Grund gesetzlicher Vorschriften regional zu erfüllen oder für die Führung des Bezirks erforderlich sind. Zu ihnen zählen für den Geschäftsbereich GO die Aufgaben Großkundenbetreuung sowie Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Zum Geschäftsbereich GF zählen zudem die Bereiche Innenrevision und das Justiziariat. Beim Geschäftsführungsbereich VG wird zusätzlich zu den Agenturberatern und der Einheit Regionale Politikberatung das Geschäftsführungsbüro der Regionaldirektion angesiedelt sein.

Das gesamte Organisationsmodell ist an zahlreichen Stellen so flexibel gestaltet, dass für die einzelnen Regionaldirektionen Räume für eigene Gestaltung bleiben. Dies soll in den beiden Modell-Regionaldirektionen dazu führen, zusätzlich Erkenntnisse zu gewinnen und in die weiteren Umstellungen einfließen zu lassen. „Die Neuausrichtung der Regionaldirektionen ist damit ein gutes Beispiel dafür“, so Frank-J. Weise, „dass bei der Reform der BA die Dezentralisierung von Aufgaben mit mehr Entscheidungsfreiheiten und Verantwortung ein wichtiger Leitgedanke ist.“

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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