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19.01.2004

JobRotation - positive Bilanz nach einem Jahr

Wankendorfer Projekt liegt bundesweit im Spitzenfeld

JobRotation, ein arbeitsmarktpolitisches Instrument, das vor einem Jahr noch als kritisch und wenig aussichtsreich eingestuft wurde, hat sich als außerordentlich erfolgreich erwiesen. „Bereits die vorläufige Bilanz vor etwa einem halben Jahr war positiv. Dieser Trend hat sich mehr als bestätigt“, erläutert Plöns Landrat Dr. Volkram Gebel den soeben vorgestellten Jahresbericht des im September 2002 gestarteten Projektes: 101 Jobrotationen wurden durchgeführt, davon sind 73 bereits beendet. 94 Mitarbeiter aus 41 Betrieben wurden weitergebildet. Einen neuen Arbeitsplatz erhielten 49 ehemalige Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger (das entspricht einer Quote von 67,1%). „Der Kreis Plön war seinerzeit gut beraten, diese Initiative zu unterstützen,“ so Gebel weiter. Dabei gehe es nach dem Willen der Initiatoren insbesondere um den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen durch Qualifizierung ihrer Mitarbeiter, die Integration arbeitsloser Menschen sei nur ein – allerdings gewünschtes - Nebenprodukt. Vor diesem Hintergrund sei die hohe Vermittlungsquote besonders zu loben.

JobRotation wurde vor einem Jahr im Rahmen der KERNigen Offensive als Projekt der Gemeinschaftsinitiative Equal in Wankendorf begonnen und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Die Neuland Beschäftigungsagentur aus Plön und die BQG Personalentwicklung GmbH aus Ratzeburg haben sich zur Durchführung zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Insgesamt gehören fünf „Kompetenzzentren“ zu der bis Mitte 2005 laufenden Equalinitiative. Das Ziel ist die Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) durch Qualifizierung der Mitarbeiter und Beratung der Unternehmensführungen.

„JobRotation kümmert sich um die Qualifizierung der Mitarbeiter und vermittelt den Betrieben für die Dauer der Fortbildung sogenannte Stellvertreter“, erklärt der ehrenamtliche Neuland Geschäftsführer Ulrich Mietschke. Der Kreishandwerksmeister für die Bereiche Plön und Ostholstein kennt die besonderen Probleme der Unternehmer: „Die Mitarbeiter fortzubilden ist vor allem für kleine Betrieben nötig, um ihre Position am Markt zu erhalten und auszubauen. Das Problem ist allerdings, dass die anfallende Arbeit trotzdem erledigt werden muss. Der Einsatz von Stellvertretern ist hier sehr hilfreich:“

Und so funktioniert JobRotation:

Die Unternehmen und die JobRotationsberater klären gemeinsam den Fortbildungsbedarf für die Mitarbeiter des Betriebes. JobRotation organisiert unter Berücksichtigung dieser Wünsche einen Träger für die Qualifizierungsmaßnahme und kümmert sich zeitgleich um einen „Stellvertreter“, der während der Zeit der Qualifizierung die Aufgaben des Mitarbeiters, der den Lehrgang besucht, übernimmt.

Der Stellvertreter wird in Zusammenarbeit mit Arbeits- oder Sozialamt aus dem Bereich der Arbeitslosen gesucht. Bevor der Stellvertreter seinen Posten antritt, wird er auf die zu übernehmenden Aufgaben vorbereitet und geht in der Regel zunächst als Praktikant in den Betrieb. Wenn sich herausstellt, dass er einerseits in den Betrieb passt und andererseits die anfallende Arbeit erledigen kann, ist die JobRotation perfekt und die Fortbildung für den Mitarbeiter der Firma kann beginnen. Passt der Stellvertreter nicht in das Unternehmen, organisiert JobRotation einen neuen Praktikanten. Ein Stellvertreter wird für die Dauer der JobRotation (bis maximal ein Jahr) vom Betrieb angestellt und durch Lohnkostenzuschüsse der Bundesanstalt für Arbeit gefördert.

Neuland Geschäftsführer Torsten Kähler und sein Kollege Alexander Willberg von der BQG betrachten die Arbeit der Wankendorfer JobRotation einerseits als Maklertätigkeit für die Organisation individueller Qualifizierungen, andererseits aber auch als wirtschaftsnahes Instrument zur Gestaltung der Arbeitsmarktpolitik: „Weiterbildung der Mitarbeiter ist ein wichtiger Aspekt für die Überlebensfähigkeit eines Unternehmens und die Sicherung bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Beratung der Firmen und die Übernahme der Organisation der benötigten Fortbildung durch unsere Mitarbeiter entlastet grade die kleinen und mittelständischen Unternehmer.“ Die Idee der Jobrotation habe sich als wirksames Instrument erwiesen, Mitarbeiter zu qualifizieren und damit Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen ohne betriebliche Abläufe zu stören, so die Geschäftsführer.

Quelle: Neuland GmbH

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