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13.07.2009

Pauken statt Däumchen drehen

Hessischer DGB Chef kritisiert Zertifizierungsverfahren

Von Dänemark lernen das empfiehlt der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Hessen, Stefan Körzell. Dänemark habe ungefähr ebenso viele Beschäftigte wie Hessen und ein viel flexibleres Weiterbildungssystem: Wer dort zum Beispiel den Schweißerschein mache, könne an den Wochentagen kommen, die sich mit seinen beruflichen und familiären Pflichten vertrügen. Berufliche Weiterbildung in Deutschland müsse grundsätzlich anders organisiert werden. Zentraler Hinderrungsgrund für ein flexibleres Weiterbildungssystem sieht der DGB-Mann in den vorgeschriebenen Zertifizierungsverfahren. Die seien sehr zeitaufwendig und teuer.

In der Finanz- und Wirtschaftskrise wird in immer mehr Betrieben kurzgearbeitet. Erstmals hat die Agentur für Arbeit finanzielle Anreize in Aussicht gestellt, wenn der Betrieb die freie Zeit für die Weiterbildung seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nutzt: Die Agentur übernimmt die Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe.

Wenn nicht qualifiziert wird, sind es nur 50 Prozent. Die andere Hälfte der Versicherungsbeiträge muss zunächst der Arbeitgeber zahlen. Nach sechs Monaten Kurzarbeit übernimmt die Agentur dann aber auch ohne Qualifizierung alle Beiträge, um Kündigungen zu verhindern.

Christina Funedda von der Frankfurter Agentur für Arbeit bedauert, dass die Unternehmen das Angebot der Agentur so wenig nutzen. Weiterbildung sei eine gute Möglichkeit, etwas gegen den drohenden Facharbeitermangel zu tun.

Ihre Kollegin von der Regionaldirektion der Agentur, Angela Köth, erläutert: "Prinzipiell können alle Arbeitnehmer, die in Kurzarbeit sind, qualifiziert werden." Das Unternehmen müsse sich mit der Agentur zusammensetzen und "vor Ort gucken", welche Weiterbildung sinnvoll sei.

Das Spektrum könne vom Sprachkurs bis zum Training für die Prozessoptimierung und Arbeitsorganisation reichen.

Köth räumt allerdings ein, dass die "entsprechenden Bildungsmodule" oft fehlten. In den betroffenen Betrieben werde häufig nur an drei oder vier Tagen in der Woche gearbeitet. Eine Qualifizierung etwa immer nur freitags anzubieten, sei bisher unüblich. "Die Bildungsträger müssen flexibler werden."

Ulrich Kirsch, Pressesprecher der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), bezieht in seine Kritik auch die Agentur für Arbeit mit ein: Die von der Agentur geförderten Kurse und Lehrgänge würden oft nicht mit der betrieblichen Realität zusammenpassen. Prinzipiell findet es Kirsch aber gut, Kurzarbeit und Weiterbildung zu kombinieren.

Der vollständige Artikel ist hier nachzulesen.

Quelle: WAP IG Metall

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