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06.06.2009

ESF-Richtlinie stärkt berufliche Weiterbildun

Mit 140 Millionen Euro fördern das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Europäische Sozialfonds (ESF) in den nächsten Jahren die Weiterbildung von Beschäftigten.

Ziel der neuen Sozialpartnerrichtlinie ist es, die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken und die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu erhöhen.

Unternehmen und Beschäftigte stehen vor der stetigen Herausforderung, berufliche Fähigkeiten beständig an die sich wandelnden Anforderungen anzupassen. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, schnelleren technologischen Veränderungsprozessen und einer zunehmenden Internationalisierung trägt die kontinuierliche Weiterentwicklung der fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Kompetenzen zur Beschäftigungsfähigkeit der Belegschaften und der Innovationsfähigkeit der Unternehmen entscheidend bei.

In den letzten Jahren sind zwar bereits eine Vielzahl innovativer Konzepte zur Umsetzung einer neuen betrieblichen Lernkultur entwickelt und erprobt worden. Es besteht allerdings ein großer Konsens unter den Sozialpartnern, dass es weiterer Initiativen und Impulse bedarf, die bisherigen Anstrengungen zu verstärken. Mit der ESF-Richtlinie zur Förderung der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten (Sozialpartnerrichtlinie) werden diese Bemühungen der Sozialpartner zur Stärkung der Weiterbildungsbeteiligung von Beschäftigten und der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen unterstützt.

Die Umsetzung des Programms wird organisatorisch und inhaltlich durch eine Regiestelle begleitet. Die Regiestelle, die vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gGmbH gemeinsam mit dem DGB Bildungswerk e.V. getragen wird, arbeitet im Auftrag einer Steuerungsgruppe, die besetzt ist mit Vertretern des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbunds.

Teilnahme am Programm und Zielgruppen

Voraussetzung für eine Förderung ist die Existenz einer regionalen oder branchenbezogenen Vereinbarung von Sozialpartnern zur Weiterbildung, in der die jeweiligen prioritären Ziele, Handlungsschwerpunkte und Qualifikationsbedarfe konkret benannt werden. Die Vereinbarung kann auch mit der Absicht abgeschlossen werden, gezielt im Rahmen des Sozialpartnerprogramms aktiv zu werden.

Antragsberechtigt sind Tarifvertragspartner und Sozialpartner zur Umsetzung von bestehenden Qualifizierungstarifverträgen oder der o. g. Vereinbarungen sowie Unternehmen, die in den Regelungsbereich eines Qualifizierungstarifvertrages oder einer der o. g. Vereinbarungen der jeweils zuständigen Sozialpartner fallen.

Folgende Maßnahmen können - auch in Kombination - gefördert werden:

1. Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für betriebliche Weiterbildung, z. B. Stärkung der Beratungsstrukturen

* Ermittlung von betrieblichem Qualifizierungsbedarf
* Transfer bewährter Instrumente und Verfahren in der Praxis
* Kooperation in der Weiterbildung
* Stärkung der Qualität und des Erfahrungsaustauschs

2. Weiterbildungsmaßnahmen im Betrieb

Zu diesen zählen alle Maßnahmen, die der Fortsetzung, Wiederaufnahme oder Ergänzung organisierten Lernens außerhalb der Bildungsgänge der allgemeinbildenden Schulen und der beruflichen Erstausbildung dienen.

Der gesamte Artikel ist direkt auf den Seiten des Bildungsspiegel nachzulesen.

Quelle: Bildungsspiegel

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