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19.10.2008

Burchardt warnt vor Scheitern des Bildungsgipfels

Vorabmeldung zu einem Interview in der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung „Das Parlament“ (Erscheinungstag: 20. Oktober 2008)

Die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Ulla Burchardt (SPD), hat vor einem Scheitern des Nationalen Bildungsgipfels am 22. Oktober gewarnt. Auf dem Gipfel müssten verbindliche Ziele zur Verbesserung des Bildungssystems festgelegt werden. Ein Misserfolg wäre nicht nur fatal für die Bundeskanzlerin, sondern wäre auch „eine riesengroße Enttäuschung bei den Bürgern gegenüber den politischen Repräsentanten“. Die Investitionen in Bildung reichten noch nicht aus. Erforderlich sei eine Erhöhung der Bildungsausgaben von derzeit 6,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf 7 Prozent.

Zu den notwendigen Regelungen, die auf dem Bildungsgipfel getroffen werden sollten, zählt Burchardt Vorgaben, wie es gelingen könne, die Zahl der Schulabbrecher zu halbieren. Burchardt sieht die Hauptschule am Ende. „Es gibt eine Abstimmung mit den Füßen. In weiten Regionen Deutschlands gibt es kaum noch Anmeldungen für diese Schulform“, sagte Burchardt. Den Gegnern der Abschaffung der Hauptschule hielt sie entgegen, die „Einheitsschule“ als „Kampfbegriff“ zu nutzen. „Wenn man von dem dreigliedrigen Schulsystem eine Schulform wegnimmt, wie es jetzt in mehreren Ländern geschehen ist, bleiben immer noch zwei.“ Laut Bildungsbericht würden Migrantenkinder und Kinder aus bildungsfernen Schichten durch das dreigliedrige Schulsystem benachteiligt.

Burchardt fordert frühe Sprachförderung „nicht nur für Migrantenkinder“. Gerade für Kinder unter drei Jahren müssten weitere Bildungsangebote entwickelt werden. „Perspektivisch muss die frühkindliche Bildung gebührenfrei sein“. Die Anforderungen an Erzieher seien gestiegen. Um die Finanzierung von ihrer Weiterbildung zu erleichtern, sollten diese künftig auch das so genannte Meister-BAföG beantragen können. „Ein erster Schritt ist die aktuell geplante Öffnung der Aufstiegsfortbildung für diese Berufsgruppe“, sagte Burchardt. „Perspektivisch muss es, wie in anderen Ländern, eine akademische Ausbildung geben.“

Das komplette Interview im Wortlaut finden Sie direkt auf den Seiten des Bundestages

Quelle: Bundestag

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