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08.01.2008

Aufstieg durch Bildung: Qualifizierungsoffensive

Schavan legt Qualifizierungsinitiative vor.

Unter dem Titel "Aufstieg durch Bildung" hat die Bundesregierung zentrale Maßnahmen gebündelt mit dem Ziel, das deutsche Aus- und Weiterbildungswesen in Qualität und Wirkungsbreite zu verbessern und somit zur Sicherung von Wachstum und Beschäftigung in Deutschland beizutragen. "Wir müssen gemeinsam alles tun, um die Fachkräftebasis für morgen zu sichern", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Mittwoch in Berlin. "Mit dem Motto 'Aufstieg durch Bildung' setzen wir ein klares Signal für die Stärkung von Bildungschancen in allen Lebensbereichen, von der frühkindlichen Bildung bis zur Weiterbildung in den späteren Jahren."

Die Qualifizierungsinitiative sieht Weichenstellungen in folgenden Handlungsfeldern vor:

* Mehr Bildungschancen für Kinder unter sechs Jahren
* Ausbildungsplatzangebot für alle
* Aufstieg durch Bildung
* Den Übergang von der Schule in die Hochschule erleichtern
* Mehr Aufmerksamkeit für Technik und Naturwissenschaften
* Chancen für Frauen verbessern
* Weiterbildung - Lebensbegleitendes Lernen

Zum Punkt "Weiterbildung - Lebensbegleitendes Lernen" heißt es im Detail: Einmal erreichte Qualifikationen reichen immer weniger aus, die neuen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu meistern. Kontinuierliches Lernen im gesamten Lebenslauf wird immer wichtiger, auch und gerade wenn die Erwerbstätigkeit familienbedingt unterbrochen wird. Aber: Die Beteiligung an Weiterbildung in Deutschland ist im internationalen Vergleich zu niedrig. Insbesondere Menschen mit niedriger Qualifikation nehmen zu wenig Weiterbildungsangebote wahr. Deshalb hat das BMBF einen Innovationskreis Weiterbildung eingesetzt, der Anfang 2008 Empfehlungen für die zukünftige Stärkung der Weiterbildung vorlegen wird. Anknüpfend an den bisherigen Stand der Arbeit des Innovationskreises Weiterbildung zeichnet sich für die Bundesregierung im Bereich der Weiterbildung Handlungsbedarf insbesondere in den nachstehenden Feldern ab, zu denen entsprechende Initiativen beschlossen werden sollen:

Regionale Weiterbildungsstrukturen stärken: Die Bundesregierung wird regionale Strukturen der Weiterbildung stärken und die regionalen Informationen über das Arbeitskräfteangebot und die -nachfrage sowie über den Qualifizierungsbedarf verbessern. Das BMBF bereitet mit großen Stiftungen eine gemeinsame Initiative zum Ausbau regionaler Weiterbildungsstrukturen vor. Ziel ist es hier, das Selbstverständnis einer Region als Bildungsregion zu profilieren, die Akteure zusammenzuführen und das bürgerschaftliche Engagement für Bildung auszubauen. Für eine bessere Analyse der Qualifizierungsbedarfe soll bei der Bundesagentur für Arbeit ein Weiterbildungsmonitoring eingeführt werden, bei dem die BA die Arbeitsmarktakteure einbezieht. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in den neuen Ländern plant das BMVBS in Ostdeutschland einen Wettbewerb zur Unterstützung von Vorhaben, die eine vorausschauende Qualifizierungspolitik auf regionaler Ebene anstreben.

Weiterbildungsallianz: Diese Initiativen gehören zu den Maßnahmen, die in eine Weiterbildungsallianz eingebracht werden sollen, die von der Bundesregierung mit den Ländern, Kommunen und Sozialpartnern – analog zum Ausbildungspakt – angestrebt wird. Unser Ziel ist, die Weiterbildungsbeteiligung insgesamt von derzeit rd. 43 % auf 50 % im Jahr 2015 zu steigern. Dies erfordert konkrete Beiträge vor allem der Sozialpartner und eine Fortentwicklung des Instrumentariums der öffentlichen Weiterbildungsförderung.

Neue Erkenntnisse schneller für Weiterbildung nutzen: Die Bundesregierung wird kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, sich besser und schneller neues Wissen aus dem Hochtechnologiebereich anzueignen. Dafür werden die Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) zu Kompetenzzentren ausgebaut. Sie sollen sich zu nachfrageorientierten Bildungsdienstleistern weiterentwickeln, die Unternehmen bedarfsgerecht beraten sowie beim Technologietransfer unterstützen. Außerdem wird die Bundesregierung bei der Konzeption neuer Forschungsprogramme künftig den Weiterbildungsbedarf von Beginn an einbeziehen, um die Umsetzung von Ergebnissen der Forschung im Hochtechnologie-Bereich in Produkte und Verfahren zu beschleunigen.

Chancen für kleine und mittlere Unternehmen verbessern: Kleine und mittlere Unternehmen müssen im Wettbewerb um Fachkräfte gegenüber Großunternehmen besonders innovativ und aktiv sein. Um KMU hierbei zu unterstützen, wird BMWi Praxiskonzepte für KMU im Bereich langfristiger Personalpolitik, familienfreundlicher Rahmenbedingungen sowie einer alternsgerechten Unternehmens- und Weiterbildungskultur entwickeln. Diese Beratungsdienstleistungen sollen in ausgewählten Regionen – erstes Pilotprojekt in der Rhein-Neckar-Region – öffentlichkeitswirksam vorgestellt werden.

Den vollständigen Artikel und weiterführenden Hinweise finden Sie hier

Quelle: Bildungsspiegel

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