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19.07.2007

Fachkräfte-Initiative der IG Metall

Mit der Debatte um fehlende Fachkräfte rückt die Qualifikation der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in den Mittelpunkt. Dies wird von der IG Metall begrüßt.

In der Debatte um einen drohenden Fachkräftemangel sieht die IG Metall die Unternehmen in der Pflicht. Ursache des für die kommenden Jahre prognostizierten Mangels beispielsweise in Ingenieurberufen seien nicht restriktive Zuwanderungsregelungen, sondern unter anderem mangelnde Aus- und Weiterbildung, sagte Vorstandsmitglied Regina Görner in Frankfurt am Main. Görner forderte Unternehmen, Politik, Tarifparteien und die Bundesagentur für Arbeit auf, aktiv zu werden. Neben einer Steigerung der Ausbildungsquote und mehr Weiterbildungsangeboten könnten nach Ansicht der Gewerkschaft eine aktivere Arbeitsmarktpolitik, die Abschaffung von Studiengebühren und die Einführung eines Fachkräftemonitorings in den Branchen den drohenden Mangel abwenden helfen. Die IG Metall hat sich gegen die Anwerbung von gut qualifizierten Arbeitnehmern aus dem Ausland ausgesprochen. «Anderen Ländern die ausgebildeten Fachkräfte abwerben zu wollen, damit wir so weitermachen können wie bisher, wäre die reine Abzocke», sagte IG- Metall-Vorstandsmitglied Regina Görner in Frankfurt. Das Problem fehlender Fachkräfte in einigen Regionen oder bestimmten Branchen sei hausgemacht und müsse deshalb auch im eigenen Land gelöst werden. Dazu sei eine Fachkräfte-Initiative von Unternehmen, Politik, Tarifparteien und der Bundesagentur für Arbeit nötig. «Wer immer noch zu wenig ausbildet, bei der Weiterbildung nur mäßig aufgestellt ist, aktive Arbeitsmarktpolitik zurückfährt, der sollte nicht so laut jammern», sagte Görner. Eine Ausbildungsquote von mindestens sieben Prozent über alle Branchen hinweg könne den Fachkräftebedarf nachhaltig sichern. Im Maschinenbau liege die Quote bei 6,5 Prozent, im Fahrzeugbau aber nur bei 4,4 Prozent und im IT- Bereich bei 3,8 Prozent. «Wir haben uns in den letzten Jahren den Luxus erlaubt, Tausenden von jungen Menschen den Weg in eine Berufsausbildung zu verbauen», kritisierte die Gewerkschafterin. Mindestens 100 000 Altbewerber könnten innerhalb von drei Jahren in einem qualifizierten Facharbeiterberuf ausgebildet werden. Um den Mangel an Ingenieuren kurzfristig zu beheben, schlug die IG Metall die Weiterbildung von arbeitslosen Ingenieuren vor. Damit sei die Wiedereingliederung möglichst vieler der derzeit mehr als 23 000 arbeitslos gemeldeten Ingenieure in den Arbeitsmarkt möglich. Zudem sollten mehr Frauen für technische Berufe gewonnen werden. Der vollständigen Text der Fachkräfte-Initiative Autor/Quelle: Klaus Heimann
Quelle: IG Metall

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