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04.05.2007

Weiterbildung: Mehr Initiative ist ein Muss

Abdruck bei Bildungsspiegel mit freundlicher Genehmigung von monster.de

Die Finanzierung von Seminaren und Kursen zur beruflichen Weiterbildung ist weitgehend Sache des Arbeitgebers. Es ist aber zu erwarten, dass Arbeitnehmer in Zukunft mehr in die Pflicht genommen werden als bislang.

Wenn Claudia Henning über Weiterbildung spricht, dann klingt das ganz anders, als wenn die Mehrheit weitder deutschen Arbeitnehmer sich dazu äußert: "Krankengymnasten opfern für Ihre Fortbildungen Urlaub oder Überstunden und bezahlen sie häufig selbst", sagt die 33-Jährige, die sich vor zwei Jahren mit einer eigenen physiotherapeutischen Praxis in Ilsfeld bei Heilbronn selbstständig gemacht hat. Ihr Berufsstand sei hier sicherlich die Ausnahme und nicht die Regel, so Henning. Doch auch in anderen Bereichen ist abzusehen, dass Fortbildungen zunehmend mehr die Freizeit- und Bankkonten der Arbeitnehmer belasten werden.

Weiterbildungskosten zahlt noch der Arbeitgeber

Was Physiotherapeuten seit Jahren als Gegeben hinnehmen, kommt in anderen Berufsfeldern bislang kaum oder gar nicht vor. "98 Prozent der Firmen, die bei unseren Mitgliedsunternehmen Weiterbildungsdienstleistungen einkaufen, zahlen diese für ihre Mitarbeiter", sagt Carsten Löwe, Geschäftsführer des Wuppertaler Kreises. Hinter dem "Bundesverband betriebliche Weiterbildung" stehen rund 50 Mitglieder, die mit ihren Angeboten ein Drittel des drei Milliarden Euro schweren Fortbildungsmarktes abdecken.

Trotzdem bestätigt Löwe, dass es einen Wandel im Lauf der vergangenen Jahre gegeben hat: "Arbeitnehmer investieren mehr Freizeit in ihre Weiterbildungen als früher." Die direkten Kosten für die Kurse und Seminare, so der Geschäftsführer, betrachteten jedoch die meisten Unternehmen weiterhin als ihre Aufgabe, "sofern es einen betrieblichen Anlass für die Weiterbildung gibt."

Weiterbildungsbedarf und Kosten steigen

Dies bekräftigt auch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW), das regelmäßig alle drei Jahre die deutschen Unternehmen nach ihren Weiterbildungsaktivitäten befragt. Die fünfte und jüngste Weiterbildungserhebung des IW bezieht sich auf das Jahr 2004 und kommt zu dem Schluss, dass deutsche Unternehmen je Mitarbeiter durchschnittlich 1072 Euro in Fortbildungen investieren, im Jahr 2001 waren es lediglich 869 Euro. Rund drei Viertel der berufsbezogenen Fortbildungsstunden fallen in die Arbeitszeit, ein Viertel stemmen die Mitarbeiter in Form von unbezahlten Überstunden oder in ihrer Freizeit.

Für die Zukunft gingen die Firmen von einem steigenden Bedarf nach Fortbildungen aus, der durch den viel beschworenen Fachkräftemangel beflügelt werde. "Dabei erwarten die Unternehmen von ihren Mitarbeitern zunehmend mehr Eigeninitiative, auch um ihre eigene Beschäftigungsfähigkeit zu sichern", resümiert Dirk Werner in einer Forschungspublikation des IW.

Mehr Eigeninitiative

In punkto Eigeninitiative der Angestellten hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung derweil Nachholbedarf festgestellt. Es lässt alle drei Jahre untersuchen, wie es um die Weiterbildungsbereitschaft der 19- bis 64-Jährigen bestellt ist. Das jüngste "Berichtssystem Weiterbildung" erfasst das Jahr 2003 und kommt zum Schluss, dass in dieser Altersgruppe 26 Prozent der Befragten an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben. Drei Jahre zuvor lag die Quote noch bei 29 Prozent, 1997 lag sie bei 30 Prozent.

Der Abfall der Zahlen alarmiert Experten und Verbände. Denn, dass Fortbildung ein wichtiges Thema bleiben wird - darin sind sich alle einig. Schließlich ändern sich die Anforderungen an die Qualifikationen der Arbeitnehmer künftig noch viel schneller, als sie dies heute bereits tun.

Lebenslanges Lernen ist ein Muss

Hinzu kommt, dass der Anteil der Älteren in der Bevölkerung stetig steigt - auch deshalb gewinnt eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung für Arbeitnehmer in punkto Jobsicherheit zunehmend an Bedeutung. Sonst droht die Gefahr, im Berufsleben den Anschluss zu verpassen und von anderen überholt, wenn nicht gar aus dem Rennen geworfen zu werden.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter Bildungsspiegel

Quelle: Bildungsspiegel

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