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29.11.2006

Potenziale Älterer nutzen

Die Arbeitswelt von morgen brauche alle Generationen mit ihren jeweiligen Fähigkeiten und Erfahrungen.

Dies sagte Bundesarbeitsminister Franz Müntefering bei der Auftaktveranstaltung der Initiative 50plus in Berlin.

Mit dieser Initiative verbessert die Bundesregierung die Beschäftigungschancen älterer Menschen. "Der Mix der Generationen in der Belegschaft ist das beste Erfolgsrezept für ein Unternehmen", so Müntefering.

Mehr Möglichkeiten für ältere Beschäftigte

Bei der Integration älterer Menschen in den Arbeitsmarkt gibt es akuten Handlungsbedarf. Viele Unternehmen beschäftigen niemanden mehr, der älter als 50 Jahre ist. Rund 55 Prozent der 55- bis 64-Jährigen sind nicht mehr berufstätig. Diesem Trend muss angesichts der demografischen Entwicklung entgegengewirkt werden.

Die Ziele der Initiative 50plus sind,

* die Erwerbstätigenquote der über 55-Jährigen von 45 auf 50 Prozent bis zum Jahr 2010 zu steigern, * das frühe Ausscheiden der 55-Jährigen und Älteren aus dem Berufsleben deutlich zu reduzieren und * durch Kombilohn, neu gestaltete Eingliederungszuschüsse und berufliche Weiterbildung die Wiedereingliederung älterer Arbeitsloser zu verbessern.

Beschäftigungschancen erhöhen

Der Kombilohn wird gezielt eingesetzt, um Ältere bei der Aufnahme einer geringer bezahlten Tätigkeit durch einen Ausgleich beim Nettolohn zu unterstützen. Die Differenz zwischen dem früheren und dem geringeren neuen Nettogehalt wird im ersten Jahr zu 50 und im zweiten Jahr zu 30 Prozent ausgeglichen.

Diesen Anspruch erhalten Arbeitslose ab dem 50. Lebensjahr, die einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I von mindestens 120 Tagen haben. Zusätzlich werden die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung aus der neuen Beschäftigung zu 90 Prozent der früheren Beiträge bezuschusst.

Unternehmen, die Ältere einstellen, können zum Lohn einen neu gestalteten Eingliederungszuschuss erhalten. Voraussetzung ist eine Beschäftigungsdauer von mindestens einem Jahr.

Die Befristungsregelungen für ältere Beschäftigte ab 52 Jahren werden erleichtert und europarechtskonform ausgestaltet. Die Möglichkeit zum Abschluss befristeter Arbeitsverträge erhöht die Anreize für Unternehmen, Ältere einzustellen. Die Höchstbefristungsdauer bei demselben Arbeitgeber beträgt fünf Jahre.

Zudem wird die Weiterbildungsförderung Älterer in Betrieben erweitert. Beschäftigte in Betrieben mit bis zu 250 Mitarbeitern (bisher 100) erhalten künftig bereits ab dem 45. Lebensjahr (bisher ab 50) Bildungsgutscheine für zertifizierte Weiterbildungen.

Beschäftigungsfähigkeit verbessern

Unter dem Leitbild "Generationen Arbeit" wird die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung für unterschiedliche Zielgruppen zusammengefasst. Bürgerinnen und Bürger sowie die Akteure am Arbeitsmarkt werden über neue Handlungsmöglichkeiten, die sich durch die Reformmaßnahmen des Bundesarbeitsministeriums ergeben, informiert.

Neben der Initiative 50plus setzt das Ministerium unter dem neuen Dach auch bestehende Programme weiter fort. Das Bundesprogramm "Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen" fördert lokale Projekte, die älteren Arbeitsuchenden wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnen. Die "Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)" bietet Hilfen für die unternehmerische Praxis.

"Generationen Arbeit" betont, dass sich diese Ziele nur erreichen lassen, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an einem Strang ziehen. Müntefering erklärte, Arbeit müsse so organisiert sein, dass Menschen sie bis zum gesetzlichen Rentenalter ausüben könnten.

Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht

Mit dem Start der Initiative 50plus bringt die Bundesregierung auch die notwendigen Gesetzesänderungen auf den Weg. Noch im Dezember werden sie in erster Lesung im Deutschen Bundestag beraten. Die endgültige Verabschiedung der Gesetzesänderungen ist für Anfang 2007 geplant. Die Maßnahmen der Initiative 50plus sollen im Frühjahr 2007 in Kraft treten.

Mit dem Maßnahmenpaket wird zugleich die geplante schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters flankiert.

Hier geht es direkt zur Initiative 50plus im Überblick

Quelle: Bundesregierung

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