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12.09.2006

OECD Bericht: Bildung auf einen Blick 2006

Anlässlich der heutigen Vorstellung des neuen OECD-Berichts wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erklärt, dass die Weiterbildungsbeteiligung verstärkt werden müsse:

Bildung auf einen Blick hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Bezugspunkt für die bildungspolitische Diskussion in Deutschland entwickelt und ist eine wichtige Datengrundlage für den auf Initiative von Bund und Ländern dieses Jahr erstmals vorgestellten nationalen Bildungsbericht. Der internationale Vergleich und eine nationale Berichterstattung, die die Besonderheiten des nationalen Bildungssystems herausstellt und analysiert, ermöglichen zusammen die Identifizierung von Stärken und Schwächen des Bildungssystems in Deutschland. Sie sind damit eine Orientierungshilfe bei der Entwicklung von Reformstrategien.

Deutschland gehört zu den vom demografischen Wandel am stärksten betroffenen Ländern

Der demografische Wandel ist eine der großen Herausforderungen, vor denen die Bildungssysteme stehen. Daher werden in Bildung auf einen Blick auch Prognosen der Bevölkerungsentwicklung einbezogen. So wird für Deutschland von 2005 bis 2015 eine Verringerung der Schülerzahlen im Primar- und Sekundarbereich I um 14 % erwartet. Dies ist weit mehr als im OECD-Durchschnitt (-6 %). Damit gehört Deutschland in der OECD zu den Ländern mit dem stärksten Rückgang künftiger Schülergenerationen. Weitere, noch deutlichere Rückgänge sind in den darauf folgenden Jahren zu erwarten.

Bildungsstand der Erwachsenenbevölkerung hoch

Je höher der Bildungsstand der Bevölkerung, desto besser ist eine Gesellschaft für die Anforderungen der modernen Lebens- und Arbeitswelt gerüstet. Die deutsche Bevölkerung ist im internationalen Vergleich gut ausgebildet:

In Deutschland hat ein Fünfjähriger durchschnittlich 13,4 Jahre in Bildungseinrichtungen vor sich, die er in der Schule, der beruflichen Bildung oder in einem Studium verbringt. Diese hohe Bildungserwartung wird nur von Norwegen mit 13,9 Jahren übertroffen. Ebenfalls an 2. Stelle hinter Norwegen liegt Deutschland mit seinem sehr hohen Anteil eines typischen Altersjahrgangs, der einen Abschluss des Sekundarbereichs II (Hochschulreife, Fachhochschulreife oder Berufsausbildung) erreicht. Dies ist nicht zuletzt ein Erfolg der dualen Berufsausbildung, die für fast die Hälfte der jüngeren Bevölkerung die Hauptqualifikation darstellt.

Positiver Trend bei der Anzahl der Hochschulabsolventen

Der Anteil der Hochschulabsolventen am jeweiligen Altersjahrgang ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen: Hatten 2000 19,3 % eines Altersjahrgangs ein Universitäts- oder Fachhochschulstudium abgeschlossen, waren es im Jahr 2004 20,6 %. Auf Grund der positiven Entwicklung bei den Studienanfängern wird auch die absolute Zahl der Hochschulabsolventen in den kommenden Jahren weiter steigen und sich in einer höheren Absolventenquote niederschlagen. Allerdings liegt Deutschland damit noch weit unter dem OECD-Mittelwert von 34,8 %. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass Deutschland über ein sehr effektives System der beruflichen Ausbildung verfügt, das viele sehr gut qualifizierte Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt.

Die Weiterbildungsbeteiligung muss verstärkt werden

In einer Gesellschaft, in der der Anteil der Älteren stetig steigt, gewinnt auch die berufsbezogene Fort- und Weiterbildung an Bedeutung. Lebenslanges Lernen ist notwendig, um den sich ändernden Anforderungen gerecht werden zu können. Dabei ist neben der Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen an sich auch deren Umfang von entscheidender Bedeutung. In Bildung auf einen Blick 2006 wird daher die unter den bestehenden Bedingungen zu erwartende Stundenzahl, die während eines Berufslebens in Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen verbracht wird, ausgewiesen. Für Deutschland lag dieser Wert im Jahr 2003 bei 398 Stunden, elf Stunden mehr als der OECD-Mittelwert. Deutschland befindet sich somit im gehobenen Mittelfeld der OECD-Staaten. Jedoch ist die Teilnahmequote mit 12 % geringer als im OECD-Durchschnitt (18 %). Es bestehen also noch Aktivierungspotentiale, die für eine breitere Verankerung von Fort- und Weiterbildung in der Gesellschaft zu nutzen sind. Das BMBF prüft verschiedene Modelle zum Bildungssparen und knüpft damit an die Empfehlungen der Expertenkommission Finanzierung Lebenslangen Lernens an. Sie zielen darauf ab, die Bildungsbeteiligung zu erhöhen und dabei auch diejenigen zu motivieren, die bislang noch nicht ausreichend aktiv sind.

Quelle: BMBF

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