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Dinge in Bewegung bringen und zeitnah umsetzen

„Dinge in Bewegung bringen und zeitnah umsetzen ist das Motto der Vogel & Noot Wärmetechnik Gera in Lilienthal, denn Stillstand ist Rück-stand“.

Günter Kluge ist bei der Firma Vogel & Noot in Bremen/Lilienthal als Prokurist u. Werksleiter tätig. JOBConsultingPlus befragte ihn, warum es in der heutigen Zeit so wichtig ist, die Mitarbeiter über betriebliche Qualifizierung zu fördern.

JOBConsultingPlus: Wie beurteilen Sie den Stellenwert der betrieblichen Qualifizierung in Ihrem Unternehmen?
Günter Kluge: Der Stellenwert ist sehr hoch, da wir ISO 9000-1-2000 zertifiziert sind, und wir hier Potential-Analysen auf Führungsebene durchführen sowie im Rahmen der Forderung der Norm Schulungsplanungen machen. Es erfolgt ein Abstimmungsgespräch zwischen der kaufmännischen Leitung und der Leitung des Werks, welche Maßnahmen im Jahr 2004 im Rahmen des Bildungsbudgets durchgeführt werden. Das heißt, es werden Jahr für Jahr Pläne für den Qualifizierungsbedarf erstellt.

JOBConsultingPlus: Ist berufliche Qualifi-zierung für Sie ein neues Thema oder gab es schon immer Mitarbeiterqualifizierung in Ihrem Unternehmen?
Günter Kluge: Mitarbeiterqualifizierung hat immer einen hohen Stellenwert gehabt. Wir vertreten den Standpunkt, dass man anti-zyklisch handeln muss und schon im Vorfeld sagen muss, wo will ich hin, was ist dafür zu tun, damit wir den Anforderungen von mor-gen und übermorgen gerecht werden.
JOBConsultingPlus: Was sagt das Wort antizyklisch für Sie aus?
Gütner Kluge: Antizyklisch heißt, man muss, wenn man z.B. in Richtung Teamentwicklung gehen möchte, die Gruppe vorher dazu be-fähigen. Dies wird nicht vom Budget ab-hängig gemacht. Das Budget verteilt sich auf die Bereiche; Englisch-Schulungen, Team-entwicklung, Prozessbegleiter, Gruppen-leiterbefähigung und auf den Bereich Lager-wirtschaft. Hier insbesondere, weil wir neue Produkte mit aufgenommen haben und wir mehr in Richtung Online-Bestellwesen / Lagerdisposition gehen. Wir machen Bestell-vorschläge und füllen dann entsprechend die Lager bei den Häusern, die wir beliefern. Dazu brauchen wir befähigte Leute – also Lagerfachkräfte. Darüber hinaus brauchen wir Leute, die in der Lagerwirtschaft aus-gebildet sind, weil das Thema Barcode-Technologie hier immer mehr Einzug ge-nommen hat.
JOBConsultingPlus: Spielt die Qualifikation insofern eine Rolle, dass man sagt, Quali-fikation ist nicht nebensächlich, sondern ein Mittel um am Markt bestehen zu können und auch Marktmacht auszubauen?
Günter Kluge: Unser Grundgedanke ist, die Leute zu befähigen. So ist das als Pro-phylaxe zu betrachten. Das ist ein ganz-heitlicher Ansatz – und kein Ansatz zu sagen: „Wir machen mal hier ein bisschen und da ein bisschen.“ Sie sollen befähigt werden, Selbstmanagement, Zeitmanage-ment und Moderation selbst durchzuführen. Aber auch Konfliktlösung. Das hat auch be-triebswirtschaftliche Gründe. Wir setzen sehr viel Zeit, Energie und Geld ein, um die Leute zu befähigen, selbst etwas zu tun.

JOBConsultingPlus: Kommen solche Anfor-derungen auch von Ihren Kunden?
Günter Kluge: Nein, das sind selbstge-steckte Ziele. Wir sitzen hier nicht und warten, bis unsere Kunden sagen, was sie brauchen. Wir gehen an die Kunden ran, hören zu und agieren. Dazu gehört auch das Online-Bestellwesen. Das ist für den Kunden auch eine Erleichterung. Er braucht nicht so viele Mitarbeiter in seiner Auftragsbear-beitung, sondern wir machen das für ihn. Wir sind dabei natürlich auch nicht ganz un-eigennützig. Wir erzielen dadurch eine Kundenanbindung.
JOBConsultingPlus: Kamen eigentlich – be-züglich der beruflichen Qualifikation – die Vorschläge von Ihren Mitarbeitern oder ist das so, dass Sie zu den Mitarbeitern gehen und sagen, der und der sollte an dieser Schulung teilnehmen?
Günter Kluge: Nein, das ist so, das wir das festlegen. Da ist von den Mitarbeitern nichts gekommen. Wir haben die Mitarbeiter an-gesprochen, ob sie sich das vorstellen können.
JOBConsultingPlus: Wie haben Sie davon erfahren, dass es das Instrument „JobRotation“ gibt, um Mitarbeiter frei-zustellen?
Günter Kluge: Ich habe das im Internet recherchiert. Ich suche grundsätzlich bei Weiterbildungsträgern und so bin ich im Bereich Umschulungen auf das Jobrotations-büro gestoßen.
JOBConsultingPlus: Welche Ziele haben Sie damals denn formuliert, als Sie von diesem Instru-ment gehört haben?
Günter Kluge: Das erste Ziel war, eine externe Fachkraft zur weiteren Unterstützung im Unternehmen zu bekommen. Zum anderen war mir klar, dass es mir nicht möglich ist, den einen oder anderen extern zu Fortbildungsseminaren zu schicken. Das wäre nicht bezahlbar und machbar gewesen. Uns war klar, dass wir mittelfristig das Personal aufstocken müssen, um dies anbieten zu können. Andererseits haben wir dadurch jemanden Externen gehabt, der von der Materie schon auf den Job vorbereitet ist und somit gewisse Einstiegsvoraussetzungen mitbringt. Parallel konnte diese Person sogar noch auf diese oder jene Aufgaben vorbereitet werden. Während des Prozesses können wir sagen, unser Mitarbeiter kommt wieder und dieser Ersatzmann wird hier parallel auf die Firmenbelange immer weiter entwickelt, so, dass wir ihn auch gleich übernehmen könnten. Dann haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
JOBConsultingPlus: Also ist Qualifizierung, Stellvertretung und Übernahme in die mittelfristige Personalplanung gleich mit einbezogen worden?
Günter Kluge: Ja, dann können wir mittelfristig damit argumentieren, wenn Personal benötigt wird, warum nicht dieser Stellvertreter – wir ziehen diesen ja förmlich mit in den Sog hinein. Wir lernen den Stellvertreter für diesen Zeitraum kennen und können dadurch später besser abschätzen, ob er in unser Unternehmen passt und wir diese Person gerne übernehmen möchten. Ich kann da nur sagen, wir von Vogel & Noot haben da gute Erfahrungen gemacht und können das jedem empfehlen, es so zu machen. Das Risiko wird reduziert und, wenn man einen strategischen, mittelfristigen Ansatz hat, kann man damit nichts verkehrt machen.
JOBConsultingPlus: Das Instrument beinhaltet ja nicht unbedingt eine Übernahme am Ende der Maßnahme.
Günter Kluge: Man muss ja immer fair sein. Man sagt ja, „eine Hand wäscht die andere, beide waschen das Gesicht.“ Das heißt auch, dass man mit dem Gegenüber fair umgeht und ihm gleich aufzeigt, was haben wir für einen Ansatz, was für realistische Optionen bestehen. Weil, letztendlich hat jeder eine Erwartungshaltung. Ich halte es schon für sehr wichtig diese Erwartungshaltung unter ein Dach zu bringen. Das war hier von vornherein unser Ansatz.

JOBConsultingPlus: Das Instrument ist gepaart mit einer Subventionierung. Ist das auch ein wichtiger Aspekt für die Einstellung eines Stellvertreters gewesen?
Günter Kluge: Ja, das war auch ein wichtiger Aspekt.
JOBConsultingPlus: Wie wichtig ist die Qualifizierung des Stellvertreters – also die Frage der Vorauswahl durch unser Büro? Oder hätten Sie Zeit gehabt, den Stellvertreter während dieser Maßnahme entsprechend zu qualifizieren.
Günter Kluge: Nein, die Zeit hätten wir nicht gehabt. Vor dem Hintergrund des Stundeneinsatzes des Mitarbeiters, der vertreten wurde, haben wir keine unbegrenzte Möglichkeit. Es war uns auch ganz wichtig, dass die Option besteht, dem Stellvertreter vorher schon das eine oder andere angedeihen zu lassen. Das heißt, das und das weiß er noch nicht, aber das kann ihm in kurzer Form durch einen anderen Bildungsträger beige-bracht werden. Das waren also Aspekte, die das Ganze nur noch unterstützt haben, zu sagen: „Den Weg gehen wir.“
JOBConsultingPlus: Für Sie ist es somit wichtig, dass ein Stellvertreter auch nach-qualifiziert werden kann?
Günter Kluge: Ja. Und im Rahmen einer Vollzeitmaßnahme, damit seine Grundvoraussetzung angepasst wird und er hier wieder Fuß fassen kann. Ja, das ist vorbildlich gelaufen! So stelle ich mir das vor.
JOBConsultingPlus: Wir kommen langsam zum Schluss – wie würden Sie die Leistung des Büros beurteilen? Was kann verbessert werden?
Günter Kluge: Sie haben eine sehr gute Vorauswahl getroffen worden. Sie haben auf unseren Anforderungen zeitnah reagiert. Die Zusammenarbeit war sehr unbürokratisch, schnell und flexibel. Ich habe nichts zu beanstanden. Ich bin mit dieser Form der Zusammenarbeit sehr zufrieden und kann sie wirklich weiter empfehlen. Falls wir noch einmal Bedarf haben, werden wir auf jeden Fall auf diese Möglichkeit zurückgreifen.

Zukünftig sollte das JOBConsultingPlus Büro für die Betriebe - bei Fragen der beruflichen Qualifizierung – als Berater tätig werden, um passgenaue Bildungsangebote ausfindig machen zu können.

Vielen Dank für das Gespräch
JobConsultingPlus
Hermann-Köhl-Str. 7 - 28199 Bremen
Wolfgang Schnecking (GL) 0421-9601410
Dr. Barbara Siemers 0421-9601411
info@jobconsultingplus.de

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19-11-2017


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