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Unterstützung von Spätaussiedlern
Für die teilnehmenden Unternehmen steht die Qualifizierung eines Mitarbeiters durch Fort- und Weiterbildung ohne Arbeitsausfall im Vordergrund (Rotationsprinzip).

Für die Spätaussiedler erhöhen sich durch die stellvertretende Mitarbeit in einem Unternehmen die Chancen, Berufserfahrungen in Deutschland zu erlangen.


Verlauf des Projektes

Spätaussiedler absolvieren eine 3-monatige Trainingsmaßnahme beim BWTW Apolda (fachliche Kenntnisse und Sprachunterricht).

Danach erfolgt eine 6-monatige Vertretung eines zu qualifizierenden Mitarbeiters in den Unternehmen der Region.

Bis Ende 2004 werden 3 solche Maßnahmen durchgeführt.

Für den Zeitraum der Weiterbildung wird dem Betrieb eine qualifizierte Fachkraft (Spätaussiedler) als Stellvertreter zur Verfügung gestellt, der durch den Arbeitsplatzinhaber im Vorfeld seiner Qualifizierung einzuarbeiten ist. Darüber hinaus betreut der Arbeitsplatzinhaber den Stellvertreter während seiner Weiterbildung. Dieser „Mentor“-Effekt hat den Vorteil, dass Probleme regelmäßig besprochen werden können und ein permanenter Erfahrungsaustausch gegeben ist. Des Weiteren bleibt dadurch ein steter Kontakt zum Unternehmen und zum Arbeitsplatz bestehen

Bemerkungen zur Zielgruppe:

Auf der lokalen Ebene (Weimarer Land) gibt es 402 Spätaussiedler (Stichtag 15.01.2002), die in dem Übergangswohnheim Nohra wohnen. Davon gibt es 63 Personen im Alter zwischen 16 - 25 Jahren, 135 Personen im Alter zwischen 25 – 45 Jahren sowie 44 Personen im Alter 45 – 65 Jahre. Darüber hinaus leben in unserem Landkreis 22 Emigranten jüdischer Herkunft, 11 Ausländer mit Dauerbleiberecht und ca. 300 Ausländer, die mit einer / einem Deutschen verheiratet sind und somit dieselben Rechte auf dem Arbeitsmarkt haben wie deutsche Bürger. Von den ca. 2500 – 3000 Spätaussiedler, die nach Thüringen jährlich kommen, finden ca. 50 ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Der niedrige Beherrschungsgrad der deutschen Sprache trägt wesentlich zur Benachteiligung der Migranten am Arbeitsmarkt bei.


Durchführung der Maßnahme:

Zunächst erfolgt die Akquise der Unternehmen sowie der zu qualifizierenden Mitarbeiter und der Migranten. Einige Unternehmen sind aufgrund ihrer Interessenslage bereits für JobRotation sensibilisiert, hier kann mit mehreren hintereinander gestaffelten Veröffentlichungen in den Zeitschriften der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände, der Kammern aber auch der allgemeinen Öffentlichkeit angesetzt werden. Relevante Unternehmen werden in einem zweiten Schritt mittels Serienbrief konkret zur Weiterbildungsabsicht in ihrem Unternehmen befragt. Darauf aufbauend erfolgt die persönliche Kontaktaufnahme. Unter Zuhilfenahme eines Gesprächsleitfadens wird der konkrete Bedarf erfragt sowie die Bereitschaft, aktiv am Projekt JobRotation teilzunehmen. Des Weiteren müssen die konkreten Anforderungen an die Stellvertreter erhoben werden. Hierbei sind nicht nur die fachlichen Anforderungen, sondern auch die persönlichkeitsstrukturellen Vorstellungen von großer Wichtigkeit.

Nach der Gewinnung der gewünschten Anzahl von Partnerunternehmen erfolgt in Absprache mit dem Sozialamt die Auswahl der Stellvertreter.

Mittels Gesprächen zwischen der Projektleitung und den Unternehmen werden die Konditionen der Zusammenarbeit (Weiterbildungsbedarfe werden ermittelt, Klärung der Finanzierung, Ausarbeitung von Verträgen) erarbeitet.

Für die Migranten beginnt zur gleichen Zeit eine dreimonatige Trainingsmaßnahme, die entsprechend fehlende fachliche und überfachliche Kenntnisse vermitteln soll. Darüber hinaus soll die Integration in ein Unternehmen durch einen entsprechenden Sprachunterricht in Deutsch erleichtert werden.

Nach der Trainingsmaßnahme erfolgt die Stellvertretung im Unternehmen, d.h. der Migrant vertritt den in Weiter- und Fortbildung befindlichen Mitarbeiter im Unternehmen. Die Stellvertetungsphase soll max. einen Zeitraum von 6 Monaten umfassen. Während der Praktikumphase wird der Stellvertreter durch eine Fachkraft des Unternehmens gecoacht.

Zum Abschluss des 6-monatigen Praktikums erfolgt eine gemeinsame Auswertungsphase, in der sowohl das Unternehmen als auch der Migrant über das Projekt resümieren. Mit der Projektleitung werden Erfahrungen, Vor- und Nachteile des Projektes besprochen.

Während der Auswertungsphase werden durch die Projektleitung bereits neue Unternehmen und Migranten für einen neuen Durchgang des JobRotation-Maßnahme akquiriert.
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14-12-2018


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